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Innovationskünstlerin Alexandra entwickelt intelligente Servoantriebe für den Maschinenbau

Platz für Innovationskünstlerin Alexandra Dörk

Die Liebe zur Logik und zu klaren, nachvollziehbaren Strukturen ist entscheidend, um erfolgreich zu entwickeln – davon ist Alexandra Dörk überzeugt. Die Innovationskünstlerin konzipiert und optimiert seit 2021 intelligente Servoantriebe für den Maschinenbau. Sie arbeitet in der Leistungselektronik Hardwareentwicklung bei Baumüller und setzt sich dafür ein, dass noch mehr Frauen technische Berufe ergreifen.

Platz für Innovationskünstlerin: Alexandra Dörk

  • Ingenieurin bei dem Antriebssystemhersteller Baumüller
  • Begeisterung für Elektrotechnik
  • Setzt sich für mehr Frauen in technischen Berufen ein

Innovationskünstlerin Alexandra entwickelt intelligente Servoantriebe für den Maschinenbau

Baumüller Nürnberg GmbH

Alexandra Dörk ist leidenschaftliche Ingenieurin und hat es sich zum Ziel gesetzt, das Berufsfeld Elektrotechnik noch attraktiver zu machen. „Wir brauchen für die Zukunft mehr engagierte und wissenshungrige Ingenieure und Ingenieurinnen. Auch wir Frauen können Technik. Wer Logik liebt und klare, nachvollziehbare Strukturen schätzt, der ist in der Technik richtig. Alles, was man entwickelt, trägt die eigene Handschrift und das erfüllt einen mit Stolz!“

Dass Alexandra einen technischen Studiengang belegen würde, war nicht immer klar. In der Schule war Mathe nicht ihr Lieblingsfach. Doch das hat sie nicht abgeschreckt: „Ich wusste schon immer, dass ich studieren möchte. Ich bin körperlich eingeschränkt und wünschte mir ein berufliches Umfeld, in dem das keine Rolle spielen würde. Also habe ich mir pragmatisch die Frage gestellt, was mir finanzielle Sicherheit gibt und zukunftsweisend ist. Da mein Papa Meister in der Elektrotechnik ist, bin ich zunächst auf Biomedizinische Technik als Studiengang gestoßen – eine gute Mischung: nicht zu technisch, aber dennoch auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Im Studium habe ich dann meine Begeisterung für Elektrotechnik entdeckt und wollte noch tiefer in die Materie einsteigen. Daher habe ich nach zwei Semestern mein Studienfach gewechselt, bin dabeigeblieben und heute sehr glücklich damit.“

Eine Gratwanderung

Der Liebe wegen ist Alexandra von Thüringen in die Metropolregion Nürnberg gezogen und hat bei Baumüller ihre Karriere als Hardwareentwicklerin begonnen. Aktuell entwickelt sie intelligente Servoantriebe, die eine hohe Leistungsdichte und Kompaktheit aufweisen. Darin besteht auch die Innovation: „Als Ingenieurin muss ich die Kundenwünsche abbilden, aber auch die Kosten im Blick behalten. Das ist immer eine Gratwanderung. Wir entwickeln höchst innovative Servoantriebe auf dem neuesten Stand der Technik, bieten unseren Kunden eine sehr hohe Flexibilität und behaupten uns mit dieser Kombination auf dem Markt. Wir geben unser Bestes, um die Herausforderungen unserer Kunden bestmöglich zu lösen.“

Zu ihrem Berufsalltag gehört das Erstellen von Schaltplänen, Simulationen, Dokumentationen und Prüfberichten, die Inbetriebnahme von Leiterplatten und Servoantrieben, CE- und UL-Zertifizierungen, Versuchsaufbauten, aber auch das Berechnen und Designen von Schaltungen. Die Leistungselektronik verbindet viele Themen der Elektrotechnik: Mathematik, Physik, thermische und mechanische Eigenschaften, EMV-Problematiken und vieles mehr. „Was mir bei Baumüller sehr gut gefällt, ist der hohe Freiheitsgrad. Als Entwicklerin kann ich neue Lösungen ausprobieren und testen. Auch die Arbeit im Labor macht mir sehr viel Spaß. Handwerksfertigkeiten, wie Bohren, Gewindeschneiden, Kabel konfektionieren und Löten gehören ebenfalls zu unseren täglichen Aufgaben. Aufgrund meiner Schwerbehinderung nutze ich Werkzeuge vielleicht anders, baue Versuche bedarfsgerechter auf und habe dadurch einen anderen Blick auf die Handhabung. Das hilft mir – gerade was das Design angeht. Der Weg zum richtigen Ergebnis kann sehr individuell sein, das spornt mich an.“

Frauen und Technik

Es ist ihr ein persönliches Anliegen, Frauen im gewerblich-technischen Umfeld zu unterstützen, zu fördern und für die Elektrotechnik zu begeistern: „Jede Frau kann diesen Weg gehen und sollte sich von niemandem etwas anderes einreden lassen. Das Wichtigste ist, dass man Lust darauf hat. Dass man mag, was man macht. Aber das geht nur, wenn man auch herausfindet, wo die persönlichen Interessen liegen. Dazu gehört Mut, Dinge auszuprobieren, die außerhalb der Komfortzone liegen. Und irgendwann kommt dann der Punkt, an dem man eine Passion für etwas entwickelt. Es erfüllt mich immer mit immensem Stolz, wenn ich ein Projekt erfolgreich abschließe und merke, dass ich gut bin, in dem was ich mache. Das ist unbezahlbar.“

In der Metropolregion Nürnberg fühlt sich Alexandra Dörk sehr wohl. Sie schätzt die kurzen Wege, die grünen Parkanlagen und ist stolz darauf, als Innovationskünstlerin bei Baumüller intelligente Servoantriebe für den Maschinenbau zu entwickeln und stets am Puls der der Zeit zu sein.

Baumüller Nürnberg GmbH

Innovationskunst bei Baumüller heißt für ungewöhnliche Ideen offen zu sein und Herausforderungen als Chance zu betrachten. Seit 1930 sammelt die Baumüller Gruppe Wissen und Kompetenzen in den Bereichen elektrische Antriebstechnik und Automatisierung. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Metropolregion, die für uns bis heute auch Produktionsstandort geblieben ist.

Wir bedienen den gesamten Lebenszyklus von Maschinen. Von der Projektierung bis hin zu Service und Modernisierung haben wir so den Rundum-Blick. Das gibt uns stetig neue Impulse. Der Austausch mit Partnern, Kunden und Verbänden in der Region trägt dazu bei, dass wir diese Impulse und Ideen in bedarfsorientierte Lösungen umsetzen können. Bei der Zusammenarbeit mit Studenten profitieren wir von der Nähe zu Universitäten und Hochschulen in der Region.

Die Baumüller-Akademie am Hauptsitz ist intern und extern Wissensvermittler. Mit dem eigenen Technikum hat Baumüller in der Metropolregion einen zentralen Ort geschaffen, an dem neue Ideen getestet und in die Tat umgesetzt werden können.

Die ideenreichste Region Europas

Innovationskraft in der Metropolregion Nürnberg

In der Metropolregion Nürnberg findet man zahlreiche Orte, an denen Innovationen geschaffen werden, denn die Innovationskraft ist in der Region besonders hoch. Ein Grund hierfür: In der Metropolregion arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft eng verzahnt zusammen. Ein gut funktionierendes Innovations-Ökosystem aus 21 Hochschulen, rund 150 Weltmarktführern und Hidden Champions sowie 50 Forschungseinrichtungen sind die Basis hierfür.

Die Metropolregion Nürnberg zählt laut dem European Regional Innovation Scoreboard zu den Innovation Leadern und wurde von der Europäischen Kommission sogar als European Regional Innovation Valley ausgezeichnet. Ein weiterer Beleg für die enorme Innvoationskraft der Region: Es werden im bundesweiten Vergleich durchschnittlich doppelt so viele Patente angemeldet.

In der Story-Reihe "Platz für Innovationskünstler:innen" werden einzelne dieser in der Region ansässigen, kreativen Köpfe hinter den ganzen Innovationen vorgestellt.

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Übersicht über die Metropolregion Nürnberg

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