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Klimaschutz

Metropolregion Nürnberg etabliert sich als Wasserstoff-Heimat

Wie lässt sich das Zukunftsfeld Wasserstoff mit seinen über 150 Akteuren in der Metropolregion Nürnberg für die breite Bevölkerung greif- und erlebbar machen? Diesem Leitgedanken folgend entwickelte die ENERGIEregion Nürnberg e.V. die Initiative Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+. Ihr Anspruch: Wasserstoff, insbesondere grünen, zu einem untrennbaren Teil der regionalen Identität der Metropolregion Nürnberg machen und damit das Selbstbild einer wegweisenden Wasserstoffregion in Deutschland und Europa fördern.

Dazu wurden seit 2020 verschiedene Informations-, Veranstaltungs- und Bildungsangebote umgesetzt. Inzwischen sind mehrere Tausend Menschen über diese Angebote mit dem Thema Wasserstoff in Berührung gekommen. Unterstützt wurde das Projekt „Kommunikations- und Regionalentwicklungsoffensive für die Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg“ (HyPowerEMN) vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat.

Albert Füracker, MdL, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat, zog am Montag im Zukunftsmuseum in Nürnberg zum Ende der dreijährigen Projektlaufzeit Bilanz: „Das Projekt ‚HyPowerEMN‘ hat einen wichtigen Beitrag zur künftigen Positionierung der ‚Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg‘ geleistet. Den Blick für die regional erzeugbare Ressource Wasserstoff zu schärfen, unterstützt die notwendige Energiewende. Auch das ist kluge Heimatpolitik: Unsere Stärken in Wissenschaft und Technologie hervorheben und in der Region bewusst machen, welche Zukunftsfelder hier besetzt werden. Die rund 335.000 Euro Fördergelder aus der Modellförderung Regionale Identität sind hier gut angelegt.“

Informationskampagne und Science Slam

Zu den Meilensteinen des Projekts zählt die Informationskampagne „Platz für Wasserstoff“. Die Kampagne wirft in vier Motiven Schlaglichter auf regionale Vorreiterprojekte in den Bereichen Wasserstofferzeugung, Mobilität, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung. Für ein weiteres Highlight sorgte im Juli 2022 der Science Slam Wasserstoff an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Rund 350 Zuschauer:innen verfolgten die kreativen Darbietungen von drei jungen Wissenschaftler:innen über ausgewählte Forschungsprojekte in der Metropolregion.

Beitrag zur regionalen Wertschöpfung

Dr. Michael Fraas, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg und Vorstandsvorsitzender der ENERGIEregion Nürnberg e.V. betont: „Mit dem Projekt ist es uns gelungen, die vielfältigen Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft in der Metropolregion Nürnberg und auf nationaler Ebene sichtbarer zu machen. Wasserstoff leistet bereits heute einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung, insbesondere durch den Export von Technologie und durch die Generierung von Wissen, und entwickelt sich zu einem bedeutenden Faktor im Arbeitsmarkt. Diese Botschaft wollen wir auch weiterhin unter der Flagge der Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+ verbreiten.”

Auf der Online-Plattform www.hyplus.de, dem digitalen Herzstück der Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+, können sich Besucher:innen über Akteure, Projekte und Neuigkeiten in der Region informieren. Die Website bietet unter anderem eine interaktive Landkarte sowie eine Wissensdatenbank mit Erklärvideos, Infografiken, Podcasts und Studien. Unter dem Hashtag #h2heimat teilt die Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+ Wasserstoff-Wissen in sozialen Netzwerken.

Bildungspartnerschaften in der Metropolregion

„Zusätzlich zu unseren Informationsangeboten und Veranstaltungen konnten wir in der Metropolregion Bildungspartnerschaften etablieren, um Schüler:innen auf die Chancen und Herausforderungen von Wasserstoff aufmerksam zu machen. Als zukünftige Anwender von Wasserstoff-Technologien und potenzielle Fachkräfte sollen sie sich schon heute kritisch mit dem Thema auseinandersetzen, um später selbstständig bewerten zu können, wann der Einsatz von Wasserstoff sinnvoll ist und wann nicht“, erläutert Simon Reichenwallner, Koordinator der Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+ und Netzwerkmanager der ENERGIEregion Nürnberg e.V.

Beispiele für die Bildungsarbeit sind die Wasserstoff-Workshops in der Kinder-Uni Nürnberg zusammen mit dem Institut für Nachhaltigkeit, die Weiterentwicklung eines Wasserstoff-Bildungskonzeptes für Lehrkräfte sowie das Einbringen von Wasserstoff-Themen in das entstehende MINT-Zentrum Hirschaid. Ebenfalls als Bildungspartner gewinnen konnte die Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+ das Zukunftsmuseum in Nürnberg. „Unser Bildungsangebot für Schüler:innen ab 12 Jahren vermittelt durch Experimente Wissen rund um grünen Wasserstoff. Das Thema ist auch ein wichtiger Bestandteil unserer Dauerausstellung. Hier kann das im Labor erworbene Wissen ideal mit den Ausstellungsinhalten verknüpft werden”, erklärt Dr. Ronald Göbel, Leiter Besucherlabore beim Deutschen Museum Nürnberg.

Die ENERGIEregion Nürnberg e.V. will die Initiative Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg hy+ nach Ende der Förderphase fortführen. Geplant sind weitere Impulse für Bildung, regionale Vernetzung und Wissenstransfer.

v.l.n.r. Simon Reichenwallner, Netzwerkmanager der ENERGIEregion Nürnberg e.V. und Projektleiter HyPowerEMN, Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Dr. Michael Fraas, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg und Vorstandsvorsitzender ENERGIEregion Nürnberg e.V., Ines Eichmüller, ENERGIEregion Nürnberg e.V. (Foto: Kurt Fuchs / ENERGIEregion Nürnberg e.V.)

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