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Klimaschutz

Metropolregion Nürnberg startet Pilotprojekt für klimafreundlichen Lkw-Verkehr entlang der A9

Die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) treibt die Mobilitäts- und Energiewende weiter voran: Mit einem Pilotprojekt an der A9 zwischen Allersberg und Greding unterstützt sie den Ausbau klimafreundlicher Ladestationen für Lkws. Die A9 zwischen Nürnberg und München gilt als eine der wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsadern in Deutschland.

  • Ladesäulen mit erneuerbarer Energie für Sattelzüge im Landkreis Roth geplant
  • Ergebnisse des Pilotprojekts sollen auf andere Strecken übertragbar sein
  • Lösung für zentrale Transitroute wird entwickelt

Auf dem rund 30 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Allersberg und Greding fahren täglich rund 15.000 bis 18.000 Schwerlastfahrzeuge. Die viel befahrene Strecke Richtung München ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Routen Deutschlands. Entlang des Teilstücks wird nun mit finanzieller Unterstützung der Metropolregion Nürnberg im Rahmen des Projekts RegioStrat ein innovatives Konzept entwickelt, um emissionsarme Lkws künftig besser mit Strom und Wasserstoff zu versorgen. Geplant sind leistungsfähige Lade- und Wasserstoff-Tankangebote insbesondere für den Schwerlastverkehr. Gleichzeitig werden intelligente Lösungen zur Flächennutzung – etwa zeitgesteuertes Parken und Laden - mitgedacht. Ziel des Projekts der Metropolregion Nürnberg mit dem Titel „Korridorkonzept: Erneuerbare Energien für den elektrischen Autobahnverkehr“ ist ein umweltfreundlicher Transport, mehr regionale Wertschöpfung sowie eine effiziente Nutzung vorhandener Flächen. Anhand des konkreten Standorts soll laut EMN-Geschäftsführer Dr. Thomas Koch beispielhaft aufgezeigt werden, wie Ladeinfrastruktur und erneuerbare Energien sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Schwerlastverkehr mit alternativem Antrieb nimmt zu

Noch fährt zwar nur ein geringer Teil der Lkws mit Strom und Wasserstoff. In den nächsten Jahren wird die Zahl alternativer Antriebe und Kraftstoffe im deutschen Schwerlastverkehr laut Experten jedoch stark steigen. Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2040 rund 40 Prozent der Fahrzeuge im Transportbereich alternativ angetrieben werden. „Es ist entscheidend, jetzt schon die Weichen für diesen Bedarf zu stellen. Wir übernehmen hier eine Vorreiterrolle“, betont Michael Kreichauf, stellvertretender Rother Landrat, der die Initiative der Metropolregion sehr begrüßt. Schließlich bedeute sie einen Gewinn an Infrastruktur, verbunden mit wertvollen Studienergebnissen. Der Fokus des Projekts liegt jetzt zunächst auf dem Korridor der A9, die aufgrund ihres hohen Verkehrsaufkommens, des großen Flächenbedarfs und bestehender Netzanforderungen großes Entwicklungspotenzial bietet. Die Ergebnisse aus dem Landkreis Roth sollen am Ende jedoch auf weitere Streckenabschnitte in der Metropolregion übertragbar sein.

Bereits im Februar 2026 wurden alle Anrainerkommunen entlang der A9, darunter die Landkreise Roth, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberger Land, Bayreuth, Kulmbach und Hof sowie die Stadt Bayreuth über das Vorhaben, informiert. Mehrere Kommunen zeigten Interesse, ausgewählt wurde die ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) Jura-Rothsee, ein kommunaler Zusammenschluss der Gemeinden Allersberg, Greding, Hilpoltstein, Heideck und Thalmässing. Sie erhält nun 50.000 Euro aus dem Budget von RegioStrat, einem Projekt der Metropolregion Nürnberg im Rahmen des Forschungsprogramms „Förderung strategischer Regionalentwicklungskonzepte“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Bei der offiziellen Übergabe der Förderung im Hilpoltsteiner Rathaus zeigten sich die Vertreter:innen des Landkreises Roth, der Gemeinden, der Metropolregion Nürnberg sowie Expert:innen der Energiewirtschaft glücklich (von links): Paul Bantelmann (Ffe Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V.) Maximilian Hecker (Ffe Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V.) Sophia Heilscher (Umsetzungsbegleiterin, ILE Jura-Rothsee) Lars Strobel (Gemeindeentwicklungsmanager, Markt Thalmässing) Michael Kreichauf (stellvertr. Landrat, Landkreis Roth) Ulrich Winterhalter (2. Bürgermeister, Stadt Heideck) Daniel Horndasch (1. Bürgermeister, Markt Allersberg) Andreas Schneider (Stadtbaumeister, Stadt Greding) Dr. Thomas Koch (Geschäftsführer, Europäische Metropolregion Nürnberg) Felix Erbe (1. Bürgermeister, Stadt Hilpoltstein) Irina Falck (Vertreterin Fachkreis Koordinierte Energiewende (KEWe), Landratsamt Roth) Christian Vogler (Vertreter Fachkreis KEWe), N-ERGIE Aktiengesellschaft) Bild: Verena Birkmann

Die Förderung der Europäischen Metropolregion Nürnberg übergab Geschäftsführer Dr. Thomas Koch in Form einer symbolischen Tafel an die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Jura-Rothsee. Mit dem finanziellen Anreiz kann sie das Korridorkonzept: „Erneuerbare Energien für den elektrischen Autobahnverkehr“ starten. Bild: Verena Birkmann

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