Marcus König ist neuer Ratsvorsitzender der Metropolregion
Die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) hat einen neuen Ratsvorsitz: Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) steht künftig als kommunaler Spitzenvertreter der nordbayerischen Allianz vor. Als seine Stellvertreter wählten die Ratsmitglieder aus 23 Landkreisen und 11 kreisfreien Städten den Bayreuther Landrat Florian Wiedemann (Freie Wähler) sowie den Schwabacher Oberbürgermeister Peter Reiß (SPD). Unter der neuen Führung fokussiert sich die Metropolregion Nürnberg künftig vor allem auf ihre wirtschaftlichen Stärken. Und als „EU Innovation Valley“ baut sie laut EMN-Geschäftsführer Dr. Thomas Koch parallel gezielt ihre europäische Brückenfunktion für die Region aus.
Klar ist aufgrund der turnusgemäßen Neuwahlen in Nürnberg: Das neue Führungstrio kann sich auf eine breite Legitimation aus der gesamten Metropolregion berufen, denn: Die unterschiedlichen Perspektiven der Großstadt, des ländlich geprägten Raums sowie gleichzeitig der Kommunen werden auch künftig die DNA der Metropolregion ausmachen. „Gemeinsam sind wir stärker! Die Metropolregion Nürnberg ist eine Region der Chancen – mit wirtschaftlicher Dynamik, einer echten Augenhöhe zwischen Stadt und Land und einem innovativen Umfeld. Mein Ziel ist es, unsere Metropolregion insgesamt sichtbarer zu machen und den wirtschaftlichen Mehrwert unserer Kooperation stärker in den Fokus zu rücken“, sagt der neue Ratsvorsitzende Marcus König, der das Amt für die nächsten drei Jahre mit viel Herzblut und im engen Austausch mit seinen Amtskollegen ausgestalten möchte.
Neuer Ratsvorsitz der EMN ist komplett
Schwabachs Oberbürgermeister Peter Reiß, der die vergangenen Jahre den Ratsvorsitz innehatte, bleibt als einer der zwei Stellvertreter weiter an zentraler Position. Der SPD-Politiker hatte das Bündnis die vergangenen rund drei Jahre engagiert geleitet. „Gerade in Zeiten großer Herausforderungen haben wir gezeigt, dass Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg kein Selbstzweck ist, sondern die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft unserer Region“, betont er am Rande der Ratssitzung in Nürnberg. „Ich finde es sehr positiv, dass wir wichtige Themen wie Transformation, Innovation und die Weiterentwicklung der EMN gemeinsam vorangebracht haben. Gleichzeitig bleibt noch viel zu tun. Deshalb freue ich mich, der Metropolregion auch künftig verbunden zu bleiben und den weiteren Weg aktiv zu gestalten.“
Bedingt durch die Pandemie war Peter Reiß sechs Monate später als Vorsitzender ins Amt gestartet. Nun übergibt er es turnusgemäß an Nürnbergs Stadtoberhaupt Marcus König. Die beiden stellvertretenden Ratsvorsitzenden Johann Kalb (ehem. Landrat Bamberg) und Franz Stahl (ehem. Bürgermeister Tirschenreuth) standen nicht mehr zur Wahl, da sie aus ihren Funktionen im Rahmen der bayerischen Kommunalwahlen aus eigenen Stücken altersbedingt ausgeschieden waren. Sie wurden für ihr langjähriges Engagement kürzlich mit dem „Metropolregion-Award“ als höchster Auszeichnung der EMN geehrt.
Als Stellvertreter neben Reiß wählte der Rat den Bayreuther Landrat Florian Wiedemann. „Die Zukunft unserer Region entscheidet sich daran, wie gut wir Stadt und Land miteinander verbinden und wie sichtbar wir sind“, erklärt der Oberfranke. „Mein Wunsch ist es, die Stärken aller Teilräume der Metropolregion noch enger zusammenzuführen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass wir als innovativer, lebenswerter und wirtschaftlich starker Raum wahrgenommen werden.“
Rückenwind für die strategische Weiterentwicklung der EMN
Unter dieser neuen politischen Führung entwickelt sich die Metropolregion Nürnberg gleichzeitig auch strategisch auf unterschiedlichen Ebenen weiter. So wurde in der Ratssitzung entschieden, sich grundsätzlich stärker auf wirtschaftliche Handlungsfelder zu fokussieren. In einem Strategieprozess wurden hierbei „Innovation“, „Fachkräfte“ und „Energie“ als zentrale Schwerpunkte definiert, auf die sich die EMN zukünftig konzentriert. Parallel hierzu wird die Zusammenarbeit mit wichtigen Leuchtturm-Unternehmen in der Region deutlich ausgebaut, das Marketing der Metropolregion modernisiert und die EMN-Governance verschlankt. Für EMN-Geschäftsführer Dr. Thomas Koch ist diese Grundsatzentscheidung des Rats ein wichtiges Signal: „Wir haben mit unseren Stakeholdern im Rahmen eines Strategieprozesses gemeinsam definiert, dass sich unsere Metropolregion künftig stärker auf Wirtschaftsthemen fokussiert. Diese Ausrichtung stärkt die EMN insgesamt und ich freue mich deshalb schon sehr auf die Zusammenarbeit mit Marcus König, Florian Wiedemann, Peter Reiß und dem gesamten Vorstand.“
Zudem wird die EMN künftig die europäische Rolle der Metropolregion gezielt ausbauen. Die Auszeichnung „EU Innovation Valley“ sei nicht nur ein Prädikat für die hohe Patentquote oder die Innovationen in der Region, sondern geradezu ein Auftrag zur Vernetzung mit europäischen Partnern, sagt Dr. Thomas Koch: „Wir leben in einer Zeit großer Umbrüche. Gerade Europa bietet hier viele Chancen. Nutzen wir diese künftig noch stärker – zum Vorteil unserer Europäischen Metropolregion!“
„Entscheidend ist jetzt, mit einer klaren Strategie die Stärken unserer Metropolregion als EU Innovation Valley national und international zu positionieren, und so die besten Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und neue Chancen für unsere Unternehmen zu schaffen“, erklärt Oliver Hartmann, stellvertretender Wirtschaftsvorsitzender der Europäischen Metropolregion Nürnberg und Leiter des Siemens Regionalreferats Erlangen/Nürnberg.

