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Stefan Stock

ist Künstler der Metropolregion Nürnberg im Juni.

Lichter pulsieren, Anzeigen zählen herunter, es blubbern Luftbasen: Stefan Stock erschafft aus ausrangierten technischen Geräten faszinierende Kunstwerke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Der Künstler, Chemiker und Augenoptiker aus dem Kreis Amberg-Sulzbach wird im Juni 2026 als Künstler der Metropolregion ausgezeichnet.

Wer die Arbeiten von Stefan Stock betrachtet, betritt eine Welt voller Rätsel, Bewegung und Licht. Der in Kastl lebende Künstler entwickelt aus technischen Geräten komplexe Installationen, die gleichermaßen faszinieren und irritieren. Mit dem Blick des Chemikers, Augenoptikers und Bildhauers verwandelt er scheinbar wertlose Fundstücke in präzise Apparaturen, die Neugier wecken und Geschichten erzählen. Seine Werke laden dazu ein, Technik neu zu entdecken.

Stefan Stock arbeitet als Bildhauer in Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach, aber er lässt sich nicht in eine der üblichen Schubladen stecken. Als studierter Chemiker und ausgebildeter Augenoptiker hat er einen anderen Hintergrund als viele Künstler. Das hat seinen besonderen Reiz, nähert sich Stefan Stock doch mit anderen Augen unserer Lebenswelt. Er beobachtet und analysiert, entdeckt Gegenstände, seziert und schafft aus vermeintlich unzusammenhängenden Einzelteilen Neues. Dabei können seine Objekte zu großen, teils raumfüllenden Installationen wachsen. Aber es sind keine amorphen Gebilde. Vielmehr entstehen auf Basis von technischen Geräten, Anbauteilen, Verbindungsstücken und Schläuchen sowie dem geschickten Einsatz von Leuchtelementen Apparate, die eine ganz besondere Aura entwickeln.

Blubbernde Luftblasen in Gefäßen

Die Lichtobjekte haben Knöpfe, Schalter und Anzeigen, es leuchtet und bewegt sich, bisweilen blubbern Luftblasen in gläsernen Gefäßen. Ein herunterzählender Countdown wie in „Vanitas Bewegtleben“ erzeugt Spannung und Beklemmung – man weiß nie, was als Nächstes passiert. Technik, Licht und Material werden in einen neuen, kreativen Kontext gestellt, der den Betrachter nicht ausgrenzt, sondern miteinbezieht.

Stefan Stock kreiert mit Akribie, Perfektionismus und hohem ästhetischen Anspruch, aber auch Witz und Ironie, neue Welten, die einen entführen in vergangene oder auch zukünftige Zeiten. Er erweckt Emotionen beim Betrachter, der nicht ahnen kann, wofür eine Installation gebraucht wird. Die Nähe zu den großartigen kinetischen Installationen von Jean Tinguely drängt sich auf. Auch sie scheinen einer vergangenen Zeit entsprungen zu sein. Und doch sind die Arbeiten von Stefan Stock anders. Er schenkt ausrangierten Geräten, die nur von Fachleuten verwendet wurden, ein neues Leben. Somit öffnet er einen kleinen Bereich der spezialisierten und technisierten Arbeitswelt einem breiten Publikum und bringt uns Kunst, die zunehmend Aspekte der Nachhaltigkeit aufgreift, auf andere, höchst originelle Weise näher.

Zu sehen sind ausgewählte Werke von Stefan Stock ab 27. Juni in der Großen Ostbayerischen Kunstausstellung 2026 im Stadtmuseum Deggendorf und in seinem offenen Atelier am 19./20. und 26./27. September in Kastl.

Mehr Informationen zum Künstler: www.stefan-stock.de

 

 

Foto: Stefan Stock

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