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Johannes Felder

Der Maler und Filmemacher ist Künstler der Metropolregion Nürnberg im Juli.

Johannes Felder wurde 1984 in Starnberg geboren und wuchs in Lindau zwischen Bodensee und Bergen auf. Seit seinem Malerei-Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Peter Angermann – dessen Meisterschüler er ist – und Prof. Michael Hakimi, lebt er in der mittelfränkischen Metropole. Er tritt als Künstler, Maler und Filmemacher in Erscheinung, dessen Arbeiten national und international ausgestellt und vorgeführt werden.
Neben Residencies und Förderungen erhielt er 2017 einen der Kunstpreise der Nürnberger Nachrichten, ein Jahr später schon wurde ihm dort der 1. Preis verliehen. 2025 ehrte ihn die Stadt Nürnberg mit dem Kulturpreis.

Sein malerisches Werk ist von Landschaften geprägt, in denen Felder die Errungenschaften seiner künstlerischen Ahnen komprimiert. In seinen Gemälden betrachtet er kritisch die Veränderungen der Welt im Wandel der Zeit und nutzt dafür Landschaft als Metapher. Im Zwischenbereich von Gegenständlichkeit und Abstraktion entwirft er poetisch-dystopische wie apokalyptisch anmutende imaginäre Landschaften, denen die Geschichte der seit Anfang des 16 Jh. autonomen Bildgattung immanent ist. Dramatische Wetterszenerien, Wolken in kontrastreicher Farbgebung von Kalt-Warm bis Hell-Dunkel, Farbwirbel mit starken Sogwirkungen – der Betrachter mag meinen inmitten eines Hurrikans zu stehen. Weite, menschenleere Landschaften mit tiefliegenden Horizontlinien, die Erdkrume ein Ödland, grandiose Wetterphänomene zeigen sich am Himmel: Felder arbeitet pastos mit teils breitem Duktus im großen wie im kleinen Format und formt mit der Physis der Farbkörper subtil eine überzeitliche Bildästhetik.
Ebenso erscheint die Landschaft als Ausdrucksmittel in seinem freien filmischen Werk „Dating Planet A“, das er mit dem Komponisten Jonathan Hofmeister produzierte. Wie in der Malerei reflektiert er dort vor dem Hintergrund des Klimawandels über den vom Menschen seit jeher genutzten und überprägten Naturraum und die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Im Gegensatz zu seinen Gemälden erscheint im von surrealen Motiven durchzogenen Film der Mensch. Als pars pro toto sind Menschen hier als hüllenhafte Figuren dargestellt – das Publikum bleibt auf sich selbst zurückgeworfen. Für Felder ist das Medium Film eine Möglichkeit, die Perspektive vom visuellen Gestalter über den Akteur hin zum beobachtenden Kameramann zu wechseln und Musik und Ton zu integrieren.
Er filmt, schneidet und vertont Portraits von Künstlerkolleginnen und -kollegen und nähert sich ihrer Persönlichkeit wie ihrer Kunst in intensiven, gefühlvollen Bildern ohne ein Zuviel zu strapazieren.

Felders Können zeigt sich in seiner Interdisziplinarität: Maler- und Filmleinwand sowie Galerie, Atelier und Bühne sind seine Projektionsflächen und Installationsräume. Aus verschiedensten Bereichen wie Perfomance, Tanz und Musik bringt er Kunstschaffende zusammen. In seinen Arbeiten setzt er visuelle Impulse, regt zur Reflexion an, komponiert aus seinen inneren Bildern äußere Landschaften. Nicht ohne Ironie bezeichnet er sich selbst als „malenden Filmemacher, filmenden Maler und bildenden Musiker“. Johannes Felder ist ein Universalkünstler, der tiefgründig arbeitet, durchdacht konzipiert, Künstlerkollegen vernetzt und all seine Werke auf hohem Niveau kreiert.

 Text: Barbara Leicht M.A.

 

Interessierte können noch im Juli eine Veranstaltung besuchen, um die Filmkunst von Johannes Felder live zu erleben:
Am 24. Juli 2026 wird in der Katharinenruine in Nürnberg Open Air Dating Planet A – film live in Concert gezeigt. Einlass: 20:00 h, Beginn: 21 h

www.datingplanetA.de

www.johannesfelder.de

tucanfilm.de/

 

Zur Website der Künstler*innen der Metropolregion

Johannes Felder, Foto: Jess Walter, 2026

Johannes Felder, Beben, Öl auf Leinwand 170x180 cm. 2024

Johannes Felder, Video Felderarbeiten (Stroh)

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