Wirtschaftsvertreter der Metropolregion für kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs
Vertreter der Wirtschaft in der Metropolregion Nürnberg sprechen sich für die Fortführung und Umsetzung des kreuzungsfreien Ausbaus des Frankenschnellwegs aus. Mit Blick auf den Bürgerentscheid am 28. Juni betonen sie die Bedeutung des Projekts für die Mobilität.
„Der Ausbau bringt Vorteile für Unternehmen und Beschäftigte weit über die Stadtgrenzen Nürnbergs hinaus“, betont Prof. Klaus L. Wübbenhorst, Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg. „Er ist wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region.“
Der Frankenschnellweg ist eine der Hauptverkehrsachsen Nordbayerns. Täglich nutzen zehntausende Pendlerinnen und Pendler, Handwerksbetriebe, Logistikunternehmen sowie Gewerbetreibende aus der Metropolregion die Verbindung zwischen Nürnberg, Fürth, Erlangen und dem weiteren Umland. Der geplante Ausbau umfasst unter anderem einen rund 1,8 Kilometer langen Tunnel, umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen sowie neue Grünflächen und soll die bislang stauanfälligen Kreuzungen beseitigen. Die Gesamtkosten sollen bei 1,1 Milliarden Euro liegen. Nach jahrzehntelangen Planungs- und Genehmigungsverfahren liegt inzwischen rechtskräftiges Baurecht vor. Ein Bürgerentscheid am 28. Juni wird darüber entscheiden, ob das Projekt weitergeführt oder gestoppt wird.
„Der Frankenschnellweg ist ein Rückgrat für die Mobilität in unserer Region“, sagt Dr. Thomas Koch, Geschäftsführer der Metropolregion Nürnberg. „Für die vielen Pendlerinnen und Pendler in unserer Metropolregion sind gute Verkehrsverbindungen, verlässliche Infrastruktur und kurze Wege im Alltag von zentraler Bedeutung.“
Zentrale Infrastruktur für die gesamte Metropolregion
Aus Sicht der Wirtschaftsvertreter geht es dabei um weit mehr als ein Nürnberger Verkehrsprojekt. Der Frankenschnellweg ist die zentrale Infrastruktur für die gesamte Metropolregion mit ihren rund 3,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. „Eine leistungsfähige Verkehrsanbindung ist Voraussetzung für funktionierende Lieferketten, zuverlässige Arbeitswege und die Erreichbarkeit von Unternehmen, Gewerbegebieten und Industriestandorten, ist wichtiger denn je“, sagt Thomas Förster, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Wirtschaft für die Europäische Metropolregion Nürnberg.
Die Wirtschaft der Metropolregion sieht in dem Vorhaben daher eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Gerade in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und wachsender Anforderungen an die Mobilität von Beschäftigten und Unternehmen sei eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar.
„Die Metropolregion Nürnberg zählt zu den bedeutendsten Technologie- und Industriestandorten Deutschlands. Damit das auch künftig so bleibt, brauchen wir eine Infrastruktur, die mit den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft Schritt hält. Der Ausbau des Frankenschnellwegs ist ein wichtiger Baustein dafür“, sagt der Leiter des Regionalreferats bei Siemens, Oliver Hartmann, in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Fördervereins Wirtschaft für die Europäische Metropolregion Nürnberg.

