Starkoch Alexander Herrmann wirbt bei Event der Metropolregion für regionales Essen in Schulen und Kitas
Die Metropolregion Nürnberg engagiert sich für mehr regionales und bio-regionales Essen in kommunalen Kitas und Schulen. Unter dem Motto „GeRTi tischt auf“ hat sie deshalb in Nürnberg etliche Beteiligte zum Thema an einen Tisch gebracht, vom Caterer über Schulleiterinnen bis hin zum Politiker.
Im Fokus der Veranstaltung standen konkrete Lösungen für mehr regionalen Genuss in den sogenannten Gemeinschaftsverpflegungen.Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen in der Metropolregion unterzeichneten außerdem eine gemeinsame Willensbekundung für mehr regionale und bio-regionale Lebensmittel in ihren Einrichtungen. „Städte, Gemeinden und Landkreise können mit ihren Entscheidungen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Ernährung, eine starke regionale Wirtschaft und mehr Versorgungssicherheit leisten“, begrüßte Peter Reiß, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister von Schwabach, den gemeinsamen Auftritt.
Anlässlich der Veranstaltung erklärte Alexandra Schenk, Abteilungsleiterin im Bayerischen Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus: „Zusammenarbeit entlang der regionalen Wertschöpfungsketten zahlt sich aus. Wenn Kommunen regionale und bio-regionale Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung einsetzen, stärkt das die heimische Land- und Ernährungswirtschaft und die regionale Wertschöpfung. Austausch und Vernetzung zwischen unterschiedlichen Akteuren ist dafür die Basis.“
„Gutes Essen für die Jüngsten ist ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag“
Höhepunkt des Events war eine Keynote von Alexander Herrmann unter dem Titel „Regionalität ist Haltung“. Der fränkische Sternekoch steht für eine Küche, die konsequent auf heimische Produkte und die Zusammenarbeit mit Landwirten aus nächster Nähe setzt. In seiner Rede plädierte er für ein gesundes, kindgerechtes Essen in Schulen und Kitas: „Letztlich geht es doch um unsere Kinder und die haben es verdient, dass man ihnen etwas Ordentliches kocht“, sagte er. „Wenn wir für die Jüngsten gesund und frisch kochen, dann ist es für ihren Körper und ihre Seele eine der wichtigsten Beiträge, die wir als Gesellschaft leisten können – das wäre ein großer Wunsch von mir“, bekannte der prominente TV-Koch. Jeder, ob klein oder groß, habe schließlich das Recht, „die DNA einer Region zu schmecken“.
Cornelia Trinkl, Bildungsreferentin der Stadt Nürnberg, stimmte Herrmann zu: „Kitas und Schulen sind weit mehr als Lernorte – sie sind auch Orte, an denen Kinder und Jugendliche täglich erfahren, was gutes Essen bedeutet. Mit regionalen und bio-regionalen Lebensmitteln fördern wir ihre Gesundheit und Genuss.“ Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion unter dem Titel „Wie gelingt regionaler Genuss in der kommunalen Gemeinschaftsverpflegung?“ tauschten sich außerdem Teilnehmende, darunter Caterer sowie Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Landwirtschaft und Kommunen, über Erfolgsmodelle, aber auch Hürden aus.
Die Veranstaltung zeigte zugleich, wofür das Projekt GeRTi (Kommunale Gemeinschaftsverpflegung: Regionales und Bio-regionales auf die Tische) der Metropolregion Nürnberg steht: Es unterstützt Kommunen dabei, regionale Beschaffungswege auszubauen, Netzwerke zu stärken und regionale Wertschöpfungsketten besser miteinander zu verknüpfen. Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus gefördert.
Neben dem eigentlichen Programm gab es natürlich kulinarische Erlebnisse: Ein Buffet mit regionalen und bio-regionalen Speisen – kreiert von jungen Betriebswirtinnen und -wirten der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement Nürnberg – zeigte ganz praktisch, wie gut heimisches Essen schmecken kann.

Foto: Florian Graser

Foto: Florian Graser

Foto: Valentina Jüngert/EMN

