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Metropolregion Nürnberg stellt Ergebnisse des Pilotprojekts für klimafreundlichen Lkw-Verkehr entlang der A9 vor

Die Europäische Metropolregion Nürnberg treibt die Mobilitäts- und Energiewende weiter mit voran. Im Förderprojekt RegioStrat wurde dafür ein zukunftsweisendes E-Lade-infrastruktur-Konzept für den Schwerlastverkehr entlang der A9 im Landkreis Roth entwickelt. Die Ergebnisse wurden am 23. September in Greding vorgestellt.

So hat die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) untersucht, welche Potenziale für die Versorgung des elektrischen Autobahnverkehrs mit regionaler, erneuerbarer Energie bestehen. Für die Analyse wurde ein Abschnitt der A9 im Gebiet der Mitgliedskommunen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Jura-Rothsee südlich von Nürnberg ausgewählt. Zu diesem Zusammenschluss im Landkreis Roth gehören die Kommunen Allersberg, Greding, Heideck, Hilpoltstein und Thalmässing.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die gemeinsame Betrachtung von Verkehr, erneuerbaren Energien, Netzinfrastruktur und Flächenpotenzialen einen klaren Mehrwert beim Ausbau der Ladeinfrastruktur schafft. Bei diesem Korridorkonzept stehen die Autobahnanschlussstellen im Fokus. Besondere Ausbaupotenziale für die Entwicklung einer zukünftigen Lade- und Energieinfrastruktur sieht die Studie bei den Autobahnanschlussstellen Allersberg, Hilpoltstein/Sindersdorf und Greding.

An diesen Standorten können die Kommunen durch Flächensicherung, die Koordination relevanter Akteure sowie die Vorbereitung geeigneter Flächen zur Umsetzung beitragen. Das Korridorkonzept schafft dafür eine gemeinsame fachliche Grundlage. Ein ergänzender Leitfaden überträgt die Studienergebnisse in die kommunale Praxis. Eine Checkliste und ein Fünf-Schritte-Plan unterstützen interessierte Kommunen bei der Entwicklung eines eigenen Korridorkonzepts.

„Die nun anlaufende Umstellung auf schwere elektrische Fahrzeuge wird sehr herausfordernd sein, insbesondere an Fernstraßen. Sie gelingt umso besser, wenn wir Ladeinfrastruktur und Energieversorgung noch weitreichender als bisher zusammendenken. Mit dem Korridorkonzept A9 zeigen wir im Landkreis Roth auf, wie leistungsstarke Ladepunkte für Lkw und Busse Hand in Hand mit dem regionalen Ausbau von Stromnetzen, Speichern und Anlagen für erneuerbare Energien entstehen können. Dieses Pilotprojekt liefert eine wertvolle Blaupause für die gesamte Metropolregion Nürnberg“, so GünterFinzel, Leiter Strukturentwicklung der Stadt Bayreuth, der das Projekt in der Metropolregion verantwortet.

Bei der Abschlussveranstaltung des Pilotprojekts am 23. September in Greding wurden die Kernergebnisse vorgestellt und Empfehlungen für den weiteren Ausbau des Korridors diskutiert. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen sowie Fachleute aus dem Schwerlastverkehr und der Energiewirtschaft nahmen an dem Austausch teil.

Leistungsfähige Ladeinfrastruktur für einen nachhaltigeren Straßengüterverkehr unerlässlich

Die A9 zwischen Nürnberg und München zählt mit täglich rund 15.000 bis 18.000 Schwerlastfahrzeugen auf dem für die Studie relevanten Abschnitt zu den wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsachsen Deutschlands. Derzeit fährt nur ein geringer Teil der Lkws elektronisch oder mit Wasserstoff. In den kommenden Jahren soll die Zahl alternativer Antriebe im deutschen Schwerlastverkehr jedoch deutlich steigen. Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2040 rund 40 Prozent der Fahrzeuge im Transportbereich alternativ angetrieben. Eine bedarfsgerechte sowie leistungsfähige Ladeinfrastruktur ist für einen nachhaltigeren Straßengüterverkehr daher unerlässlich.

Die fachliche Begleitung des Projekts erfolgte durch die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) aus München. Sie erstellte die Studie im Rahmen des Korridorkonzeptes A9. Gefördert wurde das Vorhaben mit 50.000 Euro aus dem Budget von RegioStrat, einem Projekt der Metropolregion Nürnberg im Rahmen des Forschungsprogramms „Förderung strategischer Regionalentwicklungskonzepte“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als maßgeschneiderte Lösung für die zentrale Transitroute und sollen auf weitere Streckenabschnitte in der Metropolregion übertragen werden.

Erfolgreicher Projektabschluss des regionalen Pilotprojekts Korridorkonzept A9: Bei der offiziellen Übergabe des Berichts der FfE im Gredinger Rathaus zeigten sich die Vertreter:innen des Landkreises Roth, der Kommunen, der Metropolregion Nürnberg sowie die beteiligten Expert:innen glücklich über die Ergebnisse (Foto: Lydia Taylor).

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