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Erste Sitzung des Initiativkreises Mobilitätsstationen

Mobilitätsstationen verknüpfen die verschiedenen Verkehrsangebote an einem Standort und sind deshalb für das Gelingen der Mobilitätswende zentral. Um hier einen Erfahrungsaustausch zwischen Stadt und Land innerhalb der Metropolregion Nürnberg zu schaffen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln, hat das Forum Verkehr und Planung im Rahmen des Projekts „Cleantech-Kompetenz: Accelerator Klimaneutralität“ den Initiativkreis "Mobilitätsstationen" geschaffen.

Am 16.01.2023 kamen rund 15 Teilnehmende aus dem Verkehrs- und Mobilitätsmanagement der Städte und Landkreise der Metropolregion Nürnberg zur initialen Sitzung zusammen. Eröffnet wurde die Sitzung – thematisch passend – am Bahnhof Pegnitz durch den ersten Bürgermeister von Pegnitz, Wolfgang Nierhoff. Vor Ort erläuterte er den Teilnehmenden die geplante Umgestaltung des Bahnhofsareals hin zu einer sogenannten Premium Mobilitätsstation. Diese umfasst unter anderem den barrierefreien Zugang zum Bahnhof, eine kürzere Anbindung der Innenstadt für Fußgänger, den Bau eines mehrstöckigen Park & Ride Parkplatzes mit einer PV-Anlage und Ladestationen sowie Stellplätze für Car-Sharing-Anbieter und Fahrradstellplätze.

Herausforderungen beim Aufbau von Mobilitätsstationen in Stadt und Land

Im weiteren Verlauf der Sitzung berichteten die Teilnehmenden von ihren jeweiligen Erfahrungen und Herausforderungen beim Auf- und Ausbau von Mobilitätsstationen vor Ort in den Städten und Landkreisen. Als größte Herausforderungen wurden die Kosten sowie die Verlässlichkeit der Mobilitätsangebote aufgrund von Personalmangel genannt. Zentral in allen Gebietskörperschaften ist somit der Ausbau eines verlässlichen ÖPNV-Angebots sowie die Entwicklung von „Pull & Push“ Maßnahmen, um eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung zu fördern. Hier soll der Initiativkreis mit Lösungsansätzen anknüpfen. Am Ende bedarf es einer zentralen Institution, die Mobilitätsthemen in der Metropolregion bündelt, darin waren sich die Teilnehmenden einig.

Besondere Situation in ländlichen Räumen

Gleichzeitig wurde deutlich, dass Mobilitätsstationen im ländlichen Raum mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Das betrifft insbesondere die sogenannte „erste und letzte Meile“ zwischen ÖPNV und Start- bzw. Zielpunkt, der nicht an den ÖPNV angebunden ist. Mit dieser Thematik sieht sich auch die Stadt Pegnitz mit ihrem weitläufigen Stadtgebiet konfrontiert.

Wie der Aufbau von Mobilitätsstationen im ländlichen Raum funktionieren kann, erläuterten Johannes Loos und Dennis Fricken vom Landratsamt Wunsiedel. Im Rahmen eines Förderprojektes haben sie sogenannte Teilhabestationen entwickelt, die Mobilität und Versorgung verknüpfen, beispielsweise mit Verkaufsautomaten für Regionalprodukte.

Das nächste Treffen des Initiativkreises Mobilitätsstationen ist für Februar geplant. Parallel dazu nimmt auch der Initiativkreis Mobilitätsangebote seine Arbeit auf, der eng mit ersterem zusammenarbeiten wird.

Wolfgang Nierhoff, erster Bürgermeister von Pegnitz, erläutert den Teilnehmenden die geplanten Umgestaltungsmaßnahmen am Bahnhof Pegnitz

Die Teilnehmenden des Initiativkreises Mobilitätsstationen am Bahnhof in Pegnitz

Reger Austausch im Rathaus Pegnitz

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