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Kultur

Corona-Demonstrationen: Allianz gegen Rechtsextremismus warnt vor Instrumentalisierung

Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg warnt vor Instrumentalisierung durch Rechtsextremisten und "Feinde der Demokratie".

"Mit großer Besorgnis beobachten wir als Allianz gegen Rechtsextremismus die zahlreichen Kundgebungen und Demonstrationen, die an vielen Orten der Metropolregion Nürnberg gegen die Corona-Maßnahmen stattfinden", so die Pressemitteilung der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg.

Bedenken über die momentanen Maßnahmen und die Einschränkungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind zwar legitim und deren Äußerung Zeichen einer lebendigen Demokratie, allerdings sollte man in Zeiten wie diesen immer hinterfragen, mit wem man auf der Straße stehe, heißt es dort weiter. Viele dieser Demonstrationen und Kundgebungen seien, wie beispielsweise in Nürnberg, massiv von Rechtsextremist*innen, Holocaustleugner*innen, Verschwörungstheoretiker*innen und Nazis unterwandert.  

„Uns als Allianz ist es wichtig, die Bürger*innen dafür zu sensibilisieren genau hinzusehen, von wem die Demonstrationen angemeldet werden und wer dort mitläuft. So beteiligten sich beispielsweise in Nürnberg Neo-Nazis, die vor knapp einem Jahr den Fackelmarsch am Reichsparteitagsgelände mitorganisierten. Auch Peter Weber, der rechtspopulistische und rassistische Inhalte über seine Plattform „Hallo Meinung“ verbreitet, war vor Ort, genauso wie Funktionär*innen der AfD. Es ist sowieso ein Wahnwitz, dass gerade die Feinde unserer Demokratie in Coronazeiten vermeintlich unsere Demokratie retten wollen. Wir möchten daher alle Bürger*innen dazu ermutigen, solche Demonstrationen und Kundgebungen kritisch zu hinterfragen und sich nicht von den Feinden unserer Demokratie instrumentalisieren zu lassen“, sagt Stephan Doll, Vorsitzender der Allianz. 
Bei einer für 50 Teilnehmende genehmigten Demonstration am Samstag, 09. Mai 2020, in der Nürnberger Innenstadt nahmen am Ende etwa 2.000 Personen teil. Zudem wurden dabei die momentan geltenden Abstandsregelungen missachtet. „Damit setzen die Feinde unserer Demokratie auch noch unser aller Gesundheit auf’s Spiel. So etwas darf nicht unwidersprochen bleiben!“, betont Doll. 
 
Rückfragen bitte an:  

Geschäftsstelle Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

0911-231-90587, kontaktallianz-gegen-rechtsextremismus.LÖSCHEN.de

oder an Stephan Doll 0911-24916-6  

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