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Susanna Curtis

Susanna Curtis, Choreographie

„Ich interessiere mich für Menschen, warum sie machen, was sie machen, warum sie sind, so wie sie sind“ sagt Choreographin Susanna Curtis. Das ist der Motor ihres künstlerischen Schaffens.

Susanna Curtis, geboren in London, arbeitet seit 1988 in Deutschland. In der Metropolregion Nürnberg, ihrer Wahlheimat, lebt und arbeitet sie seit 1993. Die Entwicklung der Tafelhalle und des heutigen Staatstheater mit dem tanzwerk in den 90ern, Großraumprojekte wie tanzen!08 haben das zeitgenössische Tanztheater hier in der Region immer wieder unterstützt. Von Anfang an ist hier Susanna Curtis aktiv beteiligt, beispielsweise mit „Linda goes Underground“ (1998), als Beitrag für das Tanzraum Festival in Nürnberg oder bei „tanzen!08“, wo sie an der Choreographie des „Bal Moderne“ im Tanzpalast massgeblich beteiligt ist.

Geboren 1964 in London, wuchs sie in Glasgow auf. Ihr erstes Engagement in Deutschland, nach der Ausbildung in Schottland, Oxford und einem Stipendium an der Rotterdamse Dansacademie, war bei der B.W.Gung Tanzkompanie in Ulm (1988 – 1992). Es folgten Stationen Stadttheater Regensburg (1992 – 1996) oder beim Theater der Klänge in Düsseldorf (1997 – 2001). 1997 bereits Gründungsmitglied der tanzZentrale Nürnberg ist sie heute deren 1. Vorstand. Bereits ab den ersten Jahren wirkt sie als Tänzerin und Schauspielerin in der Nürnberger Szene: Czurda tanztheater, theater Mumpitz oder comp.aexx.rauh

Seit 1997 präsentiert sie regelmäßig neue Stücke in Nürnberg und Umgebung beginnend mit „Dust to Dust“, ein Tanztheaterstück mit Schweizer Regisseur, Dominik Flaschka. Im Jahr 2000 gründete sie die Tanztheater Kompanie Curtis & Co. – dance affairs in Nürnberg. Die Produktion sind gekennzeichent durch ihre Choreographie und ihre Mitwirklung als Tänzerin.

In ihrer choreographischen Arbeit bevorzugt sie in der Sparte Tanztheater zu arbeiten, Charakterdarstellung mit Tanzchoreographie zusammenzuführen, und Stimme mit Bewegung zu verbinden, oft mit einem komödiantischen Touch. Sie ist immer auf der Suche nach neuen Arbeitsfeldern, um ihre Kenntnisse zu vertiefen und arbeitet gern mit Schauspielern, Sängern und Filmemacher ( z.B. „Exploding Chestnuts and other old camels” im Jahre 2002 eine deutsch-schottische Co-Produktion Dokumentationsfilm.mit Maxine Railton).

Die Früchte solcher Zusammenarbeit sind wiederum in ihre eigene choreographische Arbeit reflektiert:  „Curtis sieht ihre Arbeit als den Versuch, die Essenz eines Themas herauszuholen, in Bewegung umzusetzen und dabei eine geeignete Körpersprache für jede/n Darsteller/in zu entwickeln.“ Kern ihrer künstlerischen Arbeit ist die Auseinandersetzung der Form mit dem Inhalt, die sich in all ihren „Spartenjumping“ gegenseitig befruchten. Sie arbeitet mannigfaltig. Ihre künstlerische Arbeit, ist breitgefächert: Als Choreographin vorwiegend im Tanztheater aber auch im Theater und Musicalbereich (Burgfestspiele Lahn seit 2012), als Solo Tänzerin und Walking Act und auch der Comedy Bereich wird von ihr solistisch, im Duo mit Partner Neill Greig oder aber auch als Klinikclown Dr. Maggie McDudel als Darstellerin bespielt. Ihre Arbeiten werden von der Stadt Nürnberg, der Stadt Fürth, dem Bezirk Mittelfranken und dem bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz gefördert.

Im Jahr 2011 gewann sie mit „Linda“ den 2. Preis beim Internationalen Comedy Preis Backnang. Mit einem Förderungspreis für Kunst und Wissenschaft wird sie  als Tänzerin und Choreographin Susanna Curtis von der Stadt Nürnberg 2014 ausgezeichnet.

„Tanztheater im Bestform, das spannend, berührend und sehr unterhaltsam Shakespeare an die Gegenwart andockt.“ beschrieben die  Nürnberger Nachrichten zur Premiere ihre Produktion „MacbeTh-ree“. Das meint auch die Jury des Künstler des Monats.

Premierenproduktion "going solo" von Curtis & Co (6.11.) ist am Tafelhalle noch zu sehen am 20./21.11 und 15./16.12) noch in der Tafelhalle zu sehen. Mit ihrem Bühnenpartner Neil Greig kann man sie am 18.11. bei Gäste und Buch in Auguste, Kunstkulturquartier verfolgen.

Foto: Sebastian Authenried
Text: Ruth Kiefer, Kiefer Kulturmanagement

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