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29.09.2016

Studie: Metropolregion Nürnberg kann zum Vorreiter der Energiewende werden


Die Europäische Metropolregion Nürnberg kann in ausgewählten Bereichen als Modellregion für die Energiewende in Deutschland vorangehen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Energieagentur Nordbayern GmbH zusammen mit der Kompetenzinitiative ENERGIEregion Nürnberg e.V., die die Foren für „Wirtschaft & Infrastruktur“ und „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“ der Europäischen Metropolregion Nürnberg gemeinsam in Auftrag gegeben haben.

Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg und Geschäftsführer des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Metropolregion Nürnberg: „Die Europäische Metropolregion Nürnberg ist mit ihrer ausgewiesenen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenz ein Motor für die technische Umsetzung der Energiewende. Wir wollen aber nicht nur Lösungen für Andere anbieten, sondern als Referenzregion zeigen, wie die Umsetzung der Energiewende im Zusammenspiel zwischen Städten und ländlichen Räumen ganz konkret gelingen kann. Mit der Untersuchung Metropolregion Nürnberg als Energiewende-Referenzregion regen wir eine intensive Diskussion über die Zukunft der Energieversorgung in Nordbayern an.“

Zehn Jahre schneller als andere Metropolregionen
Die Untersuchung identifiziert vier Handlungsfelder, auf denen die Europäische Metropolregion Nürnberg fünf bis zehn Jahre schneller sein kann als andere Metropolregionen in Deutschland.

Große Chancen werden in der institutionellen Verankerung der Energiewende in der Metropolregion gesehen. Der Klimapakt (gemeinsame Klimaschutzziele der Metropolregion Nürnberg) und die Aktivitäten der Städte und Landkreise bieten hier schon eine gute Ausgangslage.

Umsetzung der klimaschutzpolitischen Ziele
Dr. Peter Pluschke, Geschäftsführer des Forums „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“ und Referent für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg: „Der Klimapakt der Metropolregion Nürnberg von 2012 wird derzeit aktualisiert und um die Sektoren Verkehr und Landwirtschaft erweitert. Mit dieser weiteren Konkretisierung bekennt sich unsere Metropolregion zur umfassenden Umsetzung ihrer klimaschutzpolitischen Zielsetzungen.“

Die Experten schlagen in der Studie bindende Ziele für den Klimapakt, ein übergreifendes Projektmanagement und eine stärkere Verpflichtung der Wirtschaft vor. Ebenfalls empfohlen wird

  • der Ausbau von Sektor-übergreifenden und dezentralen Energiesystemen,
  • die Erprobung von neuen regionalen Marktmodellen für die Systemintegration von regenerativen Energien und Betreibermodellen für den zukünftigen Altbestand an erneuerbaren Energieanlagen,
  • ein Ausbau der Energieeffizienz in den wirtschaftlichen Leitbranchen der Europäischen Metropolregion Nürnberg und die Steigerung des Anteils an Energieeffizienzsanierungen mit höchster Sanierungsqualität im Wohngebäudesektor.

Die Ergebnisse wurden auf einer gemeinsamen Sitzung der Foren für Wirtschaft & Infrastruktur und Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in Tirschenreuth vorgestellt und dienen als Diskussionsgrundlage für die weitere Entwicklung in der Region.

Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken
Zur Identifikation der Handlungsfelder wurde ein Benchmark mit den Metropolregionen Deutschlands erarbeitet und Interviews mit Experten geführt. Außerdem wurde eine SWOT-Analyse für die Metropolregion Nürnberg erstellt, d. h. eine Analyse der Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats). Die Untersuchung wurde aus Mitteln der Europäischen Metropolregion Nürnberg finanziert.

Die Studie kann im Internet abgerufen werden unter
www.metropolregionnuernberg.de/projekte/laufende-projekte/energiewende-modellregion

 

Ansprechpartner:
Europäische Metropolregion Nürnberg
Geschäftsstelle des Forums Wirtschaft & Infrastruktur
Dr. Silvia Kuttruff
Wirtschaftsförderung Nürnberg
Telefon 0911/231- 2998
Fax: 0911/231-2762
wirtschaft@metropolregion.nuernberg.de

Europäische Metropolregion Nürnberg
Geschäftsstelle des Forums Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung
Dr. Peter Pluschke
Telefon 0911/231 – 4977
peter.pluschke@stadt.nuernberg.de


 
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