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21.03.2019

Gemeinschaft statt Kirchturmpolitik: Metropolregion präsentiert ihre Bilanz im Nürnberger Stadtrat


Tour durch Kreistage und Stadträte der Metropolregion machte Halt in Nürnberg

Ein Sinnbild für die enge Zusammenarbeit in der Metropolregion war das Gastgeschenk: das gerahmte Plakat „Gemeinschaft statt Kirchturmpolitik“. Abgebildet sind (v.l.n.r.): Professor Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Oberbürgermeister Andreas Starke, Dr. Christa Standecker, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Foto: Christine Dierenbach/Stadt Nürnberg.

„Die Ausgestaltung der regionalen Kooperation als Stadt-Land-Partnerschaft war und ist der Schlüssel zum Erfolg der Metropolregion,“ betonte Andreas Starke, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg, vor den Stadträtinnen und Stadträten in Nürnberg. Er unterstrich die immense Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene, um die Metropolregion im nationalen und internationalen Standortwettbewerb bekannt zu machen.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion, und Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion, stellte Starke am
20. März im Nürnberger Stadtrat aktuelle Projekte der Metropolregion Nürnberg vor. Als Gastgeschenk überreichten sie das gerahmte Metropolregionplakat „Gemeinschaft statt Kirchturmpolitik. „Dieses Präsent steht für einen Grundsatz der kommunalen Allianz, der
23 Landkreise und 11 kreisfreie Städte angehören: „Das Prinzip der gleichen Augenhöhe hat sich bewährt“, so der Ratsvorsitzende und Oberbürgermeister von Bamberg. Im Rat der Metropolregion mit seinen 57 Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Landräten haben alle eine Stimme, unabhängig von Einwohnerzahl oder Wirtschaftsleistung der Kommune.

Die Stadt Nürnberg ist Gründungsmitglied der Europäischen Metropolregion. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly amtierte 2005 bis 2011 als erster Ratsvorsitzender und gilt als Initiator dieser regionalen Allianz. Nürnberg hat seitdem seine Rolle, wie 2005 vom Stadtrat definiert, ausgefüllt: „Die Rolle Nürnbergs sollte (...) eher die eines Motors gemeinsamer Aktivitäten sein als die des dominanten Zentrums der Region. Die Stärke Frankens liegt in der Vielfalt und in der Vernetzung unterschiedlicher Kompetenzen.“

Bis heute hat die 530.000-Einwohner-Stadt Anteil am Erfolg und Nutzen der über 120 Projekte, die seit 2005 umgesetzt wurden. Die zentrale Geschäftsstelle der Metropolregion sitzt in Nürnberg. Zwei von acht Geschäftsstellen der Metropolregions-Fachforen sind aktuell in Nürnberg angesiedelt: Umweltreferent Dr. Peter Pluschke amtiert als Geschäftsführer des Fachforums „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung“ und Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas ist Geschäftsführer des Fachforums „Wirtschaft und Infrastruktur“. Noch 2011 waren vier Geschäftsführerposten durch berufsmäßige Nürnberger Stadträte besetzt.

Ein Klimapakt für die Metropolregion samt regionalen Klimaschutzprojekten und zwei Klimakonferenzen wurde unter Federführung des städtischen Umweltreferenten aufgesetzt. Hinzu kommt die Auszeichnung als erste faire Metropolregion deutschlandweit, die das umtriebige Experten-Netzwerk auf den Weg gebracht hat.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Nürnberg übernimmt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Leitbildes für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung WaBe. Im Innovationspakt arbeiten Kompetenzinitiativen in vier technologieübergreifenden Aktionsfeldern zusammen und generieren Projekte: „Vernetzte Produktion“, „Digitale Gesundheitswirtschaft“, „Intelligente Mobilität“ und „Nachhaltige Energiesysteme“. Die Wirtschaftsförderung ist auch zuständig für den Gemeinschaftsstand der Metropolregion Nürnberg auf der Expo Real.

„Die Metropolregion Nürnberg gehört gemessen an der Wirtschaftsleistung weltweit zu den 60 wichtigsten Standorten“, sagte Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion im Stadtrat. Der Engpassfaktor für Unternehmen ist heute die Fachkräfte-Gewinnung. Hier setzt die „Platz für ...“-Imagekampagne an. Sie stellt die Attraktivität der Metropolregion für Fachkräfte heraus. Aktuell läuft eine Online-Kampagne, die sich an ausreisewillige Polinnen und Polen in Großbritannien wendet, eine Gemeinschaftsaktion mit der Bundesagentur für Arbeit und Invest in Bavaria.

Etabliert hat sich auch die Regionalkampagne „Original Regional“: Vier Original-Regional-Buden mit regionalen Anbietern bereichern jedes Jahr den Nürnberger Christkindlesmarkt und eine Genussmeile mit rund 50 Ausstellern auf der Consumenta zeigt den Nürnbergern, was die Region kulinarisch zu bieten hat.

Die enge Verflechtung zwischen Nürnberg und der Metropolregion werde auch bei der Bewerbung um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 deutlich, so Ratsvorsitzender Andreas Starke: „Je stärker das Engagement in der Region, desto höher die Chancen bei der Bewerbung.“ Basierend auf den Leitthemen der Bewerbung kristallisieren sich konkrete Anknüpfungspunkte heraus: Zum Beispiel entwickeln Jugendliche und junge Erwachsene bei der Aktion „gameON2025“ an verschiedenen Orten der Metropolregion in Workshops digitale Spiele.

Die Präsentation im Nürnberger Stadtrat ist die achte Station der im Frühjahr 2018 gestarteten Tour durch Kreistage und Stadträte der Metropolregion: Die Vertreter der regionalen Allianz geben den Abgeordneten Einblick in die Arbeitsweise der Metropolregion und werben für die enge Zusammenarbeit.