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Stadt Weiden: Aktiver Spieler in der Metropolregion Nürnberg

18.03.2019

Spitze der Metropolregion zu Gast im Stadtrat von Weiden in der Oberpfalz

Ein Sinnbild für den engen Austausch war das Gastgeschenk – die Fahne der Metropolregion Nürnberg, die nun vor dem Weidener Rathaus weht. Abgebildet sind (v.l.n.r.): Roswitha Ruidisch, Dr. Christa Standecker, OB Andreas Starke, Dr. Klaus L. Wübbenhorst, OB Kurt Seggewiß, Bürgermeister Jens Meyer, Bürgermeister Lothar Höher. Foto: Jürgen Wilke

Den hohen Stellenwert einer engen Stadt-Land-Partnerschaft betonte Andreas Starke, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg, vor den Stadträtinnen und Stadträten in Weiden in der Oberpfalz. Gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion, und Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion, stellte Starke heute, 18. März, aktuelle Projekte der Metropolregion im Neuen Rathaus von Weiden vor. „Der Wettbewerb der Regionen um Fachkräfte sowie Investitionen in Infrastruktur und Forschung verschärft sich. Nur wenn wir uns großräumig aufstellen, können wir in der Top-Liga mitspielen“, so der Ratsvorsitzende und Oberbürgermeister von Bamberg. Starke warb für die überregionale Zusammenarbeit auf kommunalpolitischer Ebene.

Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß begrüßte diesen Ansatz: „Global denken, lokal handeln - unter dieser Prämisse vereinen wir wirtschaftliche Stärke, Dynamik und Lebensqualität.“ Mit rund 45.000 Einwohnern und einem Einzugsbereich von rund 300.000 Personen ist Weiden das Handels- und Dienstleistungszentrum der nördlichen Oberpfalz. Die kreisfreie Stadt ist langjähriges Mitglied der Metropolregion und hat sich als kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region Oberpfalz-Nord etabliert. Weiden ist mit der Städteachse Nürnberg-Fürth-Erlangen eng verflochten: Viele Pendler fahren zum Arbeiten in den Verflechtungsraum der Metropolregion. Umgekehrt zieht die nördliche Oberpfalz mit ihrem hohen Freizeitwert Erholungssuchende aus den Ballungszentren an.

Die Verflechtungen in der Metropolregion zeigen sich auch mit dem neu gegründeten Medical Valley Center der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden. Mit dem Campus in Weiden ist das Medizintechnik-Spitzencluster nun auch in der nördlichen Oberpfalz präsent. Der inhaltliche Schwerpunkt soll auf der Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen liegen.

Der diesjährige Wissenschaftstag, die größte Veranstaltung im Portfolio der Metropolregion, findet am 19. Juli in Weiden unter dem Motto „Gateway ländliche Räume“ statt. Als „wissenschaftliches Schaufenster“ gibt er Einblicke in die Themenschwerpunkte der regionalen Hochschullandschaft. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß freut sich, dass Weiden dieses Jahr der Gastgeber für den Wissenschaftstag ist: „Als Veranstaltungsort des 13. Wissenschaftstags der Europäischen Metropolregion erreichen wir nachhaltig überregionale Aufmerksamkeit.“

Als Wirtschaftsstandort leiste Weiden einen wichtigen Beitrag zur ökonomischen Bilanz der gesamten Metropolregion, betonte Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst im Stadtrat. Bekannte Marken wie „Witt Weiden“ oder „Seltmann Weiden“ machen den Namen der Stadt im In- und Ausland bekannt. Auch andere renommierte Unternehmen wie A.T.U, Samhammer AG, Bauscher etc. stärken die Wirtschaftskraft der Metropolregion. Hinzu kommen Hidden Champions und Weltmarktführer wie BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH und WITRON Logistik + Information GmbH.

Die Stadt Weiden hat sich 2018 zudem am Gemeinschaftstand der Metropolregion Nürnberg auf der Immobilienleitmesse Expo Real präsentiert und ist mit dem Motiv „Platz für Stilisten“ Teil der Imagekampagne der Metropolregion: Unter der Überschrift erklärt Maßschneider Andreas Moller, was er am Standort Weiden schätzt.

Im Themenfeld Bildung engagiert sich Weiden in mehreren Projekten und Initiativen der Metropolregion: Die Stadt ist fest in das Netzwerk der Bildungsmanager in der Metropolregion eingebunden. Seit 2016 mit einer Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte und ab diesem Jahr zusätzlich im Förderprogramm „Bildung integriert“. Mit der Gründung des Bildungsbüros verstärkt Weiden seine Anstrengungen beim Aufbau eines umfassenden kommunalen Bildungsmanagements. „Wir haben keine Bodenschätze, mit denen wir im Wettbewerb bestehen können. Weiden kann nur durch Top-Bildung konkurrieren“, so Oberbürgermeister Seggewiß.

Bei ihrem Besuch im Neuen Rathaus rührte die Spitze der Metropolregion die Werbetrommel für die neue Auflage des Spezialitätenwettbewerbs „Unsere Regionale“. Bei der Premiere dieses Wettbewerbs vor acht Jahren haben die Teilnehmer aus der nördlichen Oberpfalz bereits gezeigt, dass ihre Region in puncto Kulinarik ganz vorne mitspielt. Damals wurden 13 Spezialitäten aus Weiden und Umgebung ausgezeichnet, darunter Zoiglbier, Geräuchertes, Bio-Dinkelmehl und Streuobstprodukte. Dahinter stehen knapp 130 Anbieter aus Weiden und dem Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab, die sich in der Regionalkampagne „Original Regional“ engagieren. Dieses Label steht für hochwertige, in der Metropolregion erzeugte und gentechnikfreie Produkte. Unter dem Dach „Original Regional“ haben sich rund 1.500 Direktvermarkter und Erzeuger zusammengeschlossen, die in 29 Regionalinitiativen organisiert sind.

Die Präsentation im Stadtrat von Weiden ist eine Station einer breit angelegten Tour durch die Kreistage und Stadträte der Metropolregion: 2018 standen bereits sechs Besuche auf der Agenda. Für 2019 sind weitere Termine geplant, nächstes Ziel ist der Nürnberger Stadtrat am 20. März.