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Metropolregion Nürnberg schließt Innovationspakt

01.08.2017

Die Europäische Metropolregion Nürnberg geht einen Innovationspakt ein, um die Innovationskraft der Region nachhaltig zu stärken. Die Förderung der Innovationen in den Unternehmen vor Ort wurde als zentrale Aufgabe für die Region verankert.

Am 28. Juli 2017 hat der Rat der Europäischen Metropolregion Nürnberg in Bamberg eine neue einheitliche Grundlage für die technologieübergreifende Wirtschafts- und Innovations­politik, den „Innovationspakt für die Europäische Metropolregion Nürnberg“, verabschiedet. Mit dem Innovationspakt verpflichten sich die sieben Technologie-Cluster, durch technologie- und branchenübergreifende Zusammenarbeit in Cross-Cluster-Projekten die Metropolregion in ihren Zukunftsfeldern nach vorne zu bringen. Diese Aktionsfelder sind im Leitbild für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung (WaBe) identifiziert worden als „Vernetzte Produktion“, „Intelligente Mobilität“, „Nachhaltige Energiesysteme“ und „Digitale Gesundheitswirtschaft“

Spitzenplatz bei Innovationen
Der neu gewählte Ratsvorsitzende der Metropolregion Nürnberg, Oberbürgermeister Andreas Starke (Bamberg), dazu: „Die Metropolregion Nürnberg ist schon heute eine der innovativsten Regionen Europas. Beim ‚Regionalen Innovationsanzeiger‘ der Europäischen Kommission liegt die Metropolregion Nürnberg in der Führungsgruppe. Auch innerhalb Deutschlands belegt unsere Region einen Spitzenplatz – dies zeigt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln). Der Innovationspakt wird dafür sorgen, dass das so bleibt.“

Der Innovationspakt für die Europäische Metropolregion Nürnberg ist ein Projekt des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Europäischen Metropolregion Nürnberg, unterstützt durch die Foren Wissenschaft und Marketing.

Plattform für Cross-Cluster-Zusammenarbeit
Der Geschäftsführer des Forums Wirtschaft und Infrastruktur und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, Dr. Michael Fraas, sagt dazu: „Der Innovationspakt ist eine Plattform und Ideenschmiede für die Cross-Cluster-Zusammenarbeit, die in einer innovationsgetriebenen Technologieregion wie der Metropolregion Nürnberg unabdingbar ist. Die Kernkompetenzen der Europäischen Metropolregion Nürnberg werden durch den Innovationspakt hervorragend miteinander verknüpft. Mit den bereits angelaufenen Projekten und der zusätzlichen Sichtbarkeit als attraktiver High-Tech-Standort sind bereits Mehrwerte für die gesamte Region entstanden.“

Innovationspakt bietet Anlass zur branchen- und technologieübergreifenden Zusammenarbeit

Im Innovationspakt bringen die sieben Technologie-Cluster der Region das Lösungs-Know-how unterschiedlicher Branchen und Technologien zusammen. Denn: Was in einer Branche ein Problem darstellt, hat man an anderer Stelle vielleicht schon im Griff. Informations- und Kommunikationstechnologien bieten zum Beispiel Lösungsansätze für andere Branchen, wie Medizin (Telemedizin), Energieerzeugung (Smart Grids) oder Automobilbau (autonomes Fahren). Im Innovationspakt für die Europäische Metropolregion Nürnberg kooperieren: Automation Valley Nordbayern, Center for Transportation & Logistics Neuer Adler e.V., ENERGIEregion Nürnberg e.V., Kompetenzinitiative Neue Materialien, Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg e.V., Nürnberger Initiative für die Kommunikationswirtschaft NIK e.V. und OfraCar Automobilnetzwerk e.V..

Innovationspakt setzt Innovationsvorhaben um – regionale Technologiecluster als Träger

Die Zusammenarbeit, die nun durch den Rat der Metropolregion Nürnberg bestätigt wurde, ist bereits erprobt. Im Jahr 2016 wurde der Innovationspakt durch die Technologie-Cluster ins Leben gerufen und hat bereits eine Reihe von branchen- und technologieübergreifenden Maßnahmen angeschoben.

Ein erster großer Erfolg war die Initiierung eines technologieübergreifenden Open Innovation-Wettbewerbs zum Thema „Krankenhaus der Zukunft“. Jörg Trinkwalter, Geschäftsführer der Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg e.V., bestärkt: „Der Innovationspakt für die Europäische Metropolregion Nürnberg trägt Früchte. In einem technologie-übergreifenden Open Innovation-Wettbewerb wurden über 40 Ideen für Innovationen im Krankenhaus der Zukunft eingesammelt. Derzeit erfolgt die Vorbereitung der Umsetzung von zwei dieser Ideen im Bereich antibakterieller Oberflächen in Start Ups.“

Weiteres Highlight der Cross-Cluster-Kooperation ist das „Innovationsforum Nachhaltige Energiesysteme – sicher, dezentral, vernetzt“, für das Mittel in Höhe von 80.000 € beim Bund eingeworben werden konnten. „Das Innovationsforum bringt mittelständische Unternehmen der Branchen Energie, Information und Kommunikation sowie Automatisierung aus der Region und ganz Deutschland zusammen, um neue Kooperationen für nachhaltige Energiesysteme zu initiieren. Nochmals intensiviert wird die branchenübergreifende Vernetzung auf einer zweitägigen Konferenz im Oktober“, erläutert Dr. Jens Hauch, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der ENERGIEregion Nürnberg e.V..

Wichtige Impulse im Bereich „Vernetzte Produktion“ gab die Integrated Plant Engineering Conference – IPEC 2017 mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Mit der IPEC 2018 wollen wir die internationalen Partnerschaften der Europäischen Metropolregion mit Fokus auf industrielle Cloud-Anwendungen fortführen“, erläutert Dr. Ronald Künneth, Leiter des Automation Valley Nordbayern. Insbesondere mit den Regionen Shenzhen/China, Saitama/Japan, Eindhoven/Niederlande sowie der Industrie 4.0-Initiative MADE aus Dänemark gibt es bereits eine langjährige Zusammenarbeit im Bereich der vernetzten Produktion. In Zusammenarbeit mit der Nürnberger Initiative für die Kommunikationswirtschaft e.V. wurde gemeinsam auf der Konferenz Data Analytics 2017 im Mai (100 Teilnehmende) sowie beim Unternehmerdialog Digitalisierung 2017 im Juni (120 Teilnehmende) der Schwerpunkt „Daten- und wissensgetriebene Produktion“ entwickelt. Das Automation Valley Nordbayern und die Nürnberger Initiative für die Kommunikationswirtschaft e.V. arbeiten im Innovationspakt an einem Leuchtturmprojekt, das die Transformation der industriellen Produktion in der Region unterstützt.

„Die Metropolregion Nürnberg hat im Bereich Verkehr und Logistik eine lange Tradition und große Kompetenz mit herausragenden Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Wir bündeln diese Kompetenz in unserem Netzwerk und verstärken damit den Innovations-prozess in der Region. Speziell im Aktionsfeld ‚Intelligente Mobilität‘ wird die Zukunft im Verkehrsbereich aktiv mitgestaltet“, sagt Dr. Werner Enser, Geschäftsführer des Center for Transportation & Logistics - Neuer Adler e.V. (CNA). Das Cluster bereitet im Rahmen des Innovationspaktes gerade einen technologieübergreifenden Mobilitätskongress für die    Metropolregion Nürnberg im Jahr 2018 vor.

Harald Leupold als Koordinator für das Leitbild WaBe bestellt

Parallel zum Beschluss des Innovationspaktes für die Europäische Metropolregion Nürnberg ernannte der Rat der Europäischen Metropolregion Nürnberg Harald Leupold, ehemaliger Geschäftsführer der Hafen-Nürnberg-Roth GmbH, zum Koordinator der Metropolregion für das Leitbild WaBe. Als IHK-Vizepräsident war Harald Leupold bereits eng in die Weiterentwicklung des Leitbilds eingebunden. In der Koordinator-Rolle soll Leupold nun auch die Umsetzung des Leitbilds WaBe begleiten und als WaBe-Aktionsfeld-Botschafter die Belange der Metropolregion auf Konferenzen, Veranstaltungen und in Netzwerktreffen sowie politischen Gesprächen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene vertreten.

„Mit der Förderung von Cross-Cluster-Innovationen durch die Definition von vier gemeinsamen Aktionsfeldern setzt das Leitbild der Metropolregion positive Impulse. Ich freue mich auf die Aufgabe, als Aktionsfeldbotschafter das Profil der EMN im In- und Ausland zu schärfen", kommentiert Harald Leupold, langjähriger Fachlicher Sprecher des Forums Verkehr und Planung der Europäischen Metropolregion Nürnberg, den Beschluss des Rates der Metropolregion.

Metropolregion Nürnberg ist High-Tech- und innovativer Wirtschaftsstandort

Die Europäische Metropolregion Nürnberg zählt zu den bedeutendsten und dynamischsten Wirtschaftsregionen in Europa. 1,9 Millionen Beschäftigte in über 300.000 Unternehmen erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt von mehr als 124 Milliarden Euro. Basis und Innovationsmotor für die gute Wirtschaftsleistung sind Unternehmen in den sieben wissensgetriebenen und exportstarken Technologiebranchen Information und Kommunikation, Medizin und Gesundheit, Energie und Umwelt, Neue Materialien, Automation und Produktionstechnik, Verkehr und Logistik und Automotive - den wirtschaftlichen Kompetenzfeldern der Metropolregion.

 

Ansprechpartner:
Europäische Metropolregion Nürnberg
Geschäftsstelle des Forums Wirtschaft und Infrastruktur
c/o Wirtschaftsförderung Nürnberg
Peter Haas
Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg
Tel.  0911 – 231 85 28
Fax. 0911 – 231 85 25
peter.haas@stadt.nuernberg.de

 

 


 
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