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55 Fair Trade Kommunen und Landkreise setzen sich für faire Beschaffung ein

09.11.2018

Platz für Weltverbesserer: TeilnehmerInnen aus 55 Fair Trade Kommunen und Landkreisen kommen zur 1. Fair Trade Werkstatt der Metropolregion Nürnberg zusammen. Foto: Thomas Scherer

Fairness zum Anfassen, Mitmachen und Mitgestalten: Am 8. November fand im Landkreis Fürth die Erste Fair Trade Werkstatt der Metropolregion Nürnberg statt. Rund 60 Teilnehmende aus dem Rat der Metropolregion, Kommunalverwaltungen, städtischen Eigenbetrieben und Agenda-Gruppen befassten sich mit der Frage: Wie können wir gemeinsam die öffentliche Beschaffung nachhaltig gestalten?

Klammerlose Tacker, faire Warnsicherheitskleidung für Bauhöfe, biologisch abbaubare Computermaushüllen – am Markt der Möglichkeiten konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nachhaltige Produkte für den Kommunalbedarf testen und anfassen. Mit einem Beschaffungsvolumen von 330 Milliarden Euro deutschlandweit haben öffentliche Einrichtungen eine große Marktmacht. Die 55 Kommunen und Landkreise der Metropolregion Nürnberg, die sich in der Fairtrade Kampagne engagieren, sind sich einig: Fair und gerecht soll es dabei nicht nur am Einsatzort der Produkte zugehen, sondern auch bei den Produktionsbedingungen im Herkunftsland.

Gastgeber Landrat Matthias Dießl freute sich, die Teilnehmenden in der Alten Mine in Stein begrüßen zu können: „Der Landkreis Fürth war der erste Fairtrade-Landkreis in der Metropolregion Nürnberg – zu verdanken ist das dem großen Engagement der Akteure in unserem Landkreis. Neben der Sensibilisierung unserer Bürgerinnen und Bürger ist eine faire und nachhaltige Beschaffung innerhalb der Verwaltung ein wichtiges Ziel für die Zukunft.“

Gute Beispiele fairer Beschaffung gibt es viele in der Region: Die Stadt Langenzenn beschafft die Bauhofkleidung seit Jahren fair, der Nürnberger Stift bezieht faire Pflegekleidung. Die Landkreise Fürth und Nürnberger Land sind zwei der Vorreiter was die Beschaffung von Fairen Bällen für Schulen und Vereine anbelangt. Die Metropolregion ist nun dabei eine größere Stückzahl zu beschaffen. Die Lieferketten bis ins letzte Glied fair zu belegen, ist die größte Herausforderung. Bei der Computermaus – ein scheinbar relativ simples Produkt – ist dies bislang nicht gelungen.

Künftig will man sich in der Metropolregion für Weiterbildungsveranstaltungen im Bereich Faire Beschaffung zusammentun und das kostenlose Angebot der Kompetenzstelle für Nachhaltige Beschaffung des Bundes nutzen. Spannend sind auch sogenannte „Marktdialoge“, die die Thüringer Beschaffungsallianz bereits erfolgreich durchführt. Zu einer gefragten Produktgruppe, beispielsweise zu Bürobedarf, werden Unternehmen eingeladen, die fair produzieren. Diese sogenannte „Markterkundung“ übernimmt die Beschaffungsallianz im Auftrag von mehreren Kommunen. Beim Marktdialog treffen Anbieter und Nachfrager dann direkt aufeinander.

Eins zeigte die Fair Trade Werkstatt: Möglichkeiten die Faire Metropolregion mitzugestalten gibt es viele – metropolregionsweit findet zweimal jährlich ein faires Vernetzungstreffen statt und verschiedene Arbeitskreise haben sich bereits gebildet.

Die Faire Metropolregion Nürnberg hat sich für die Zukunft viel vorgenommen. Spannende Praxisbeispiele werden in Kürze über eine eigene Webseite und Publikationsreihe 'So fair ist die Metropolregion Nürnberg' vorgestellt und verbreitet. Geplant ist 2019 außerdem die Definition metropolregionsweiter Ziele für nachhaltige Beschaffung. 

Unterstützt wird diese Arbeit durch die Entwicklungsagentur Faire Metropolregion Nürnberg, angesiedelt in der Geschäftsstelle der Metropolregion. Gefördert ist die Entwicklungsagentur Faire Metropolregion Nürnberg durch ENGAGEMENT GLOBAL im Rahmen der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).


 
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