
Als regionale Verantwortungsgemeinschaft zielt die Metropolregion Nürnberg auf das Miteinander von urbanen und ländlichen Räumen. Dieses Grundverständnis wurde 2007 mit der Bad Windsheimer Erklärung beschlossen.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) unterstützt diesen innovativen Ansatz durch verschiedene Modellprojekte der Bundesraumordnung (MORO). Die Geschäftsstelle der Metropolregion hat vier verschiedene MOROs abgeschlossen in den Bereichen „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit”, „Regionalkampagne Original Regional – aus der Metropolregion Nürnberg”, „Energiekompetenz”, „Regional vernetzt” und „Metropolregion im Grünen” (Zeitraum: 2008 – 2010)
Basierend auf den technologischen Kompetenzen des BMBF-Spitzenclusters Medical Valley werden in der Metropolregion Nürnberg innovative Lösungen entwickelt, die eine medizinische Daseinsvorsorge in den ländlichen Teilräumen sichern. Im Dialog mit der Wohnungswirtschaft und den ansässigen sozialen Netzwerken werden eHealth-Lösungen und altersgerechte Assistenzsysteme auf den Weg gebracht. Ziel ist es, den älteren Menschen einen möglichst langen Verbleib in ihrer eigenen Wohnung zu ermöglichen.
Informationen über MORO-Projekte, die sich aktuell nicht mehr im Förderstadium befinden, finden Sie in der Broschüre „Stadt-Land-Partnerschaft als Erfolgsmodell”.
Am 1. Februar 2013 fand in Bamberg die Abschlussveranstaltung unter dem Titel „Langes Leben in den eignen vier Wänden: Technische Assistenzsysteme als Lösung für ländliche Gebiete?” statt.
Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.
Dr. Günther Denzler, stellv. Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Landrat des Landkreises Bamberg, betonte in seiner Begrüßung, dass künftig technische Assistenzsysteme als Lösungen für ländliche Räume stärker in Betracht gezogen werden müssten. Durch das MORO-Projekt sei ein fruchtbarer Dialog gestartet worden, den es fortzusetzen gelte.
Christian Huttenloher, Generalsekretär Deutscher Verband für Wohnungswesen, stellte die RURBAN-Initiative der EU zu Land-Stadt-Partnerschaften vor. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Stadt-Land-Partnerschaften einen guten Beitrag zur EU-Strategie Europa 2020 leisten können. Stadt-Land-Partnerschaften sollten eine Förderkulisse sein, die eine integrierte Förderung aus unterschiedlichen Fonds erhalten sollten.
Die Präsentation finden Sie hier.
Jörg Trinkwalter, Leiter Clustermanagement & Development Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg, erläutert den Ansatz „Innovation durch Kooperation” im Bereich technischer Assistenzsysteme. Er argumentiert, dass die Gesundheitswirtschaft bereits heute einen großen Wirtschaftsfaktor darstelle, deren Bedeutung künftig noch steigen werde.
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Der Ablauf und die Ziele des MORO-Projekts wurden von Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg und Dr. Markus Schaffert vom Institut AGIRA vorgestellt.
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Aus der Förderperspektive argumentierte Marion Resch-Heckel, Abteilungsdirektorin für den Bereich Planung und Bau bei der Regierung von Oberfranken. Grundsätzlich sei es wichtig, die technischen Ansätze schon frühzeitig in seniorenpolitischen Gesamtkonzepte und Integrierten Städtebauliche Entwicklungskonzepte / Integrierten Ländliche Entwicklungskonzepte einzubringen. AAL könne dabei als sinnvolle Ergänzung zur medizinischen Versorgung angesehen werden. In diesem Kontext sei ein intensiver Dialog notwendig. Die Regierung von Oberfranken bietet sich hier als Koordinierungs- und Austauschzentrum an.
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Dr. Achim Hein, Geschäftsführer EvoCare GmbH, stellte mögliche, im Zuge des MORO-Projekts entwickelte Finanzierungsmodelle vor. Er betont, dass die Organisation von Prä-Pflege-Leistungen unter kommunaler Führung erfolgen solle. Die Kommunen müssten die entsprechenden Dienstleister zusammenbringen. Perspektivisch würde daraus ein Dienstleistungskonzept entstehen.
Waltraud Lobenhofer, Geschäftsführerin AOVE GmbH, sieht die AAL-Systeme als Ergänzung für das in ihrer Region aktive Netzwerk „Alt werden zu Hause”. Das MORO-Projekt hat den Anstoß zu Folgeaktivitäten eröffnet.
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Prof. Dr. Jürgen Zerth, Institutsleiter des IDC der Diakonie Neuendettelsau, stellte die Ergebnisse einer Studie zur Zahlungsbereitschaft für assistive Technologien in der ambulanten Pflege am Beispiel des Projekts „Barrierefreie Gesundheitsassistenz” vor.
Die Präsentation finden Sie hier.
In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass das Thema der demografiegerechten Gemeindeentwicklung künftig weiter an Bedeutung gewinnen werde. Größere Wohnungsunternehmen hätten diesen Markt erkannt und entwickelten bereits Systeme von ‚mitalternden‘ Wohnungen. Speziell in den ländlichen Räumen sei es eine Chance, durch barrierefreien Umbau die Ortskerne wieder als Lebensmittelpunkte zu entwickeln. Hierfür könnten Fördertöpfe geöffnet werden, sofern die Kommunen entsprechende Projekte entwickeln.
Was den Einsatz technischer Lösungen angehe, ist besonders in ländlichen Gebieten das Schaffen von flächendeckenden Angeboten eine Herausforderung. Wichtig dafür sei es, dass im Bereich AAL gemeinsame Standards und Schnittstellen entwickelt werden. Auch gebe es noch zahlreiche Kommunikationshürden. Die Akzeptanz bei den Nutzern könne durch informelle Beratungsangebote – z.B. über bestehende Nachbarschaftsnetzwerke – erhöht werden.
25 Modellkommunen aus der Metropolregion Nürnberg haben sich zusammen getan und einen Dialog gestartet, um gemeinsam Strategien zu entwickeln, die ihren Einwohnern ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Unterstützt werden sie von den Technik- und Projektentwicklern aus dem Medical Valley. Am Freitag, 23.03.2012, fand in Amberg der Auftakt im Projekt „Spitzencluster Medizintechnik als Stadt-Land-Netzwerk” statt.
Das Programm finden Sie hier.
Die Präsentationen der Einzelbeiträge finden Sie hier:
Regionale Kompetenzen in der Metropolregion Nürnberg im Themenfeld demografischer Wandel nutzen
Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg
Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg
Marco Wendel, Förderprojektmanager
Einführung in das Projekt: Ausgangslage, Ziele, Wege zur Erreichung der Ziele
Prof. Dr. Lothar Koppers, Institut AGIRA Waldsassen
Sichtweisen auf das Projekt
Aufzeigen technischer Lösungen
Umsetzung technischer Lösungen
Aufbau von kommunalen Netzwerken
Teilnehmer im Projekt sind folgende Modellkommunen:
und die in der der AOVE GmbH vertretenen neun Kommunen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach (Edelsfeld, Freihung, Freudenberg, Gebenbach, Hahnbach, Hirschau, Poppenricht, Schnaittenbach und Vilseck).
Bei der Veranstaltung in Amberg wurde der Projekt-Fahrplan für die nächsten Monate festgelegt: zwei Exkursionen in Musterwohnungen werden den Stand der Technik sichtbar machen. In einem Workshop wird der Frage nachgegangen, welche Bedingungen für die konkrete Umsetzung zu beachten sind. Hier werden z.B. die Möglichkeiten einer Unterstützung im Rahmen der Städtebauförderung oder der Wohnraumförderung besprochen. Schließlich wird in einem weiteren Workshop der Aufbau und die Organisation kommunaler Netzwerke besprochen. Die Abschlussveranstaltung soll im November 2012 im Rahmen der ConSozial stattfinden.