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20.05.2015

Zukunftscoaches für die Metropolregion Nürnberg: Bilanz und Ausblick


Die Zukunftscoaches am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, dahinter in der zweiten Reihe (v. l.) Michael Göth (Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg), Oberbürgermeister Jürgen Schröppel (Weißenburg), Ratsvorsitzender Armin Kroder (Landrat Nürnberger Land), Metropolregion-Geschäftsführerin Dr. Christa Standecker sowie Georg Moser und Sven Wagner vom bayerischen Sozialministerium.

Seit zweieinhalb Jahren entwickeln die Zukunftscoaches in 16 Städten und Landkreisen der Metropolregion Nürnberg passgenaue Aktivitäten und Projekte, die den Kommunen vor Ort beim Management des demografischen Wandels helfen.

250 Einzel-Projekte
Ihre Bilanz zum Ende der ersten Projekt-Phase ist beeindruckend: Die Zukunftscoaches initiierten über 250 Einzel-Projekte und Qualifizierungen mit ca. 26.000 unmittelbaren Teilnehmern. Sie arbeiten in über 270 Netzwerken mit rund 7.000 Akteuren mit und organisierten über 350 Veranstaltungen, durch die 88.000 Personen erreicht wurden.

Hintergrund: Die Metropolregion Nürnberg ist in Teilen besonders vom demografischen Wandel betroffen. Die Bevölkerungsprognose des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung besagt: Bis 2032 wird die Bevölkerungszahl in der Metropolregion Nürnberg um 2,7 Prozent sinken. Das hat gravierende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Eine Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat ergeben, dass bereits im Jahre 2013 aus Mangel an Bewerbern 19.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden konnten. Nach Prognosen des IHK-Fachkräftemonitors werden der Metropolregion Nürnberg im Jahr 2020 rund 90.000 Fachkräfte fehlen, im Jahr 2030 rund 160.000 Fachkräfte.

Die Zukunftscoaches stoßen Aktivitäten an, die hier gegensteuern: Es geht um die Aktivierung der „stillen Reserve“ (Frauen, Langzeitarbeitslose, ältere Beschäftigte etc.), um die Sensibilisierung der Unternehmen für die Herausforderungen des demografischen Wandels und um die Zukunftsfähigkeit der Firmen.

Die zentralen Zukunftscoaches in der Geschäftsstelle der Metropolregion organisieren den Erfahrungsaustausch unter den Zukunftscoaches. Erfolgreiche Projekte werden so schnell in der Region verbreitet. Sie halten die Verbindung zu den Wirtschaftskammern, der Arbeitsagentur und anderen wichtigen Akteuren auf dem Arbeitsmarkt. Schließlich entwickeln sie eigene Projekte, die für die gesamte Metropolregion relevant sind.

So ist ein funktionierendes Netzwerk für den gemeinsamen Arbeitsmarkt der Metropolregion Nürnberg entstanden. Dieses Netzwerk wird sich allerdings in der zweiten Förderperiode 2014-2020 verändern: Voraussichtlich 5 der 16 bisherigen Zukunftscoaches werden ihre Arbeit unverändert fortsetzen, zwei neue Kommunen prüfen die Beantragung. Hintergrund: Bisher wurde das Programm Zukunftscoaches zu 70 Prozent vom bayerischen Sozialministerium unter Einbeziehung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Die restlichen Mittel bringen die Kommunen auf, bei denen die Zukunftscoaches tätig sind. In der zweiten Förderperiode sinkt die Förderquote allerdings auf 50 Prozent. Das, sowie die eng gefassten Förderbedingungen und hohen formalen Anforderungen haben einige der beteiligten Kommunen bewogen, keinen weiteren Förderantrag zu stellen, sondern nach alternativen Fördermöglichkeiten für die kommunale Arbeitsmarktpolitik zu suchen.

Das erfolgreiche Netzwerk wird dennoch weitergeführt, unabhängig davon, ob die Beteiligten vom ESF gefördert werden oder nicht. Es wurden neue Handlungsfelder erarbeitet, drei wichtige Arbeitsfelder stehen dabei heute im Vordergrund: die Optimierung der kommunalen Bildungslandschaft, die Entwicklung einer echten Willkommenskultur und ein regionales Generationenmanagement.


Ansprechpartner:
Europäische Metropolregion Nürnberg
Geschäftsstelle
Dr. Christa Standecker
Telefon 0911/231-105 10
Fax: 0911/231-79 72
geschaeftsstelle@metropolregion.nuernberg.de
www.metropolregion.nuernberg.de


 
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