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04.07.2007

Von Nürnberg ans Schwarze Meer


Metropolregion Nürnberg will modernen Ausbau der Eisenbahnachse Nürnberg-Prag-Constanta voranbringenDie transeuropäische Eisenbahnachse Nürnberg – Prag – Constanta (Schwarzes Meer) ist für die Gateway-Region Nürnberg von großer Bedeutung. Allerdings liegt mit dem modernen Ausbau der Strecke eine Herkulesaufgabe vor den Verantwortlichen. Um die Realität und zukünftigen Möglichkeiten auf dieser Strecke zu „erfahren”, ist der Geschäftsführer des Forums Verkehr und Planung der Metropolregion, Nürnbergs Stadtrechtsdirektor Dr. Hartmut Frommer, vom 22. bis 25.06.07 die gesamte Strecke von Nürnberg über Marktredwitz, Prag, Bratislava, Budapest und Bukarest nach Constanta mit dem Zug abgefahren: über 2.000 km, 37 Stunden. Der Ratsvorsitzende der Metropolregion, Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und Harald Leupold, fachlicher Sprecher des Forums Verkehr und Planung stießen in Brasov und Constanta zu Gesprächen mit Akteuren aus der Region dazu.

Auf vielen Streckenabschnitten sind die Fortschritte auf der mittel- süd-ost-europäischen Eisenbahnachse erkennbar. Dort soll bis 2015 der Personenverkehr mit 120 bis 160 km/h, und der Güterverkehr mit 100 bis 120 km/h rollen. Dabei ist die Strecke Nürnberg – Cheb der einzige nicht elektrifizierte Abschnitt, der zwischen Pegnitz und Cheb zudem nur einspurig ist. Dies kritisiert Dr. Maly nachdrücklich: „Während auf der tschechischen Seite die Ausbauarbeiten zwischen Pilsen und Cheb zügig voranschreiten, ist der Ausbau auf deutscher Seite zwar im Bundesverkehrswegeplan vorrangig, bisher aber ohne Finanzierung enthalten. Ein Ausbaubeginn ist noch immer nicht festgelegt.” Hinzu kommt, dass die EU im TEN(Transeuropäische Netze)-Programm grenzüberschreitende Abschnitte eigentlich besonders fördert.

In Constanta und Brasov (Kronstadt) trafen sich Dr. Maly, Dr. Frommer und der fachliche Sprecher des Forums Verkehr und Planung der Metropolregion, Harald Leupold, mit lokalen Präfekten, Bürgermeistern und der Hafenverwaltung zu weiter führenden Gesprächen über Kooperationsmöglichkeiten entlang der Strecke. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Interessen an dieser Achse gemeinsam zu vertreten und das große Potenzial für den Personen- und Güterverkehr in Europa deutlich zu machen.

Oberbürgermeister Ulrich Maly und Hartmut Frommer betonen, dass die Metropolregion Nürnberg deshalb weiterhin den Ausbau ebenso wie die Kooperation entlang der Eisenbahnachse vorantreiben will. Im Hinblick auf die Ausbauarbeiten insbesondere zwischen Cheb und Prag drängt die Metropolregion Nürnberg auf eine leistungsstarke Verbindung Nürnberg – Marktredwitz – Prag, wie sie für dieses vorrangige transeuropäische Verkehrsvorhaben vorgesehen ist. Die derzeitige Fahrzeit von fast sechs Stunden für die 380 km lange Strecke ist unattraktiv und nicht wettbewerbsfähig. Die TEN-Planung sieht eine Verkürzung auf 3:20 Stunden vor, was die Attraktivität und Nachfrage der Verbindung erheblich steigern würde.

Die Eisenbahnachse Athen/Constanta - Sofia – Bukarest - Budapest – Bratislava - Wien – Prag – Linz/Nürnberg/Dresden ist das vorrangige Vorhaben Nr. 22 im transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-T-22). Sie bildet das Rückgrat des süd-ost-europäischen Eisenbahnnetzes und verbindet die südöstlichen Mitgliedstaaten der EU und die Häfen von Athen/Piräus, Thessaloniki und Constanta mit dem Zentrum der EU. Folgende Fakten verdeutlichen die Potenziale dieser Entwicklungsachse: Sie führt durch acht EU-Länder, fünf Städte mit über einer Million Einwohner, 16 Städte mit über 100.000 Einwohner, darunter sieben europäische Hauptstädte. Außerdem hat die Achse sieben Knoten mit der wichtigsten transeuropäischen Binnenwasserstraße Rhein/Maas – Main – Donau. Diese Magistrale wird den Verkehr und Handel in einer riesigen Region des erweiterten Europas fördern und bietet neue Möglichkeiten für kulturelle und touristische Verbindungen.

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