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22.05.2012

Von interaktiven Uhren, intelligenten Sesseln und schlauen Spiegeln


Angesichts der demografischen Entwicklung setzen viele Kommunen auf den altersgerechten Umbau ihres Immobilienbestandes in den Ortskernen und auf eine Ausstattung mit altersgerechten Assistenzsystemen. Mit dem MORO-Projekt "Spitzencluster in der Medizintechnik als Stadt-Land-Partnerschaft" wird diese Aufgabe von 25 Modellkommunen aus der Metropolregion Nürnberg gemeinsam angegangen. Am Montag, 21.05.2012, fand in Bayreuth in der Regierung von Oberfranken ein Workshop statt, in dem konkrete Umsetzungsfragen, d.h. insbesondere Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, im Fokus standen.

Altersgerechte Assistenzsysteme können einen längeren Verbleib älterer Menschen in den eigenen vier Wänden unterstützen. Neue innovative Technologien und Entwicklungen aus den Labors von Medical Valley bieten hier innovative Lösungen an. „Auch wenn wir künftig interaktive Uhren tragen, in intelligenten Sesseln sitzen und in schlaue Spiegel schauen“, so Regierungspräsident Wilhelm Wenning in seiner Begrüßung, sei die persönliche ärztliche Betreuung vor Ort nicht zu ersetzen. „Der demografische Wandel betrifft alle. Wie wir heute unsere Städte bauen und privaten und öffentlichen Raum gestalten, entscheidet darüber, ob diese auch für alle Generationen geeignet und nutzbar sind.“

Für die Kommunen ist es vor allem interessant zu erfahren, wie eine demografiegerechte Gemeindeentwicklung in der Praxis aussieht. Welche Förderinstrumente stehen zur Verfügung? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? „Bislang sind vorhandene Förderinstrumente kaum ausdrücklich auf dieses Ziel ausgerichtet. Im MORO-Projekt werden gemeinsam Vorschläge erarbeitet, die aus Sicht der Kommunen in die künftige Wohnungs- und Städtebauförderung eingehen sollten“, so Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg.

Theodor Bonnet, Leitender Baudirektor der Regierung von Oberfranken, gab einen Überblick über die Förderprogramme für Um- und Neubau im Bereich Altersgerechte Assistenzsysteme (AAL), die von Kommunen, Wohnungsbauunternehmen aber auch privaten Investoren in Anspruch genommen werden können. „Projekte wie das MORO-Projekt sind für uns im Bereich Wohnbauförderung eine gute Gelegenheit, die Stellschrauben der Förderung gegebenenfalls neu zu justieren.“ Um die High-Tech-Lösungen aus dem Medical Valley auch zum Einsatz bringen zu können, müssten Standardanforderungen an altersgerechte Wohnungen formuliert werden und auch ein Lastenheft für AAL geschrieben werden, in dem z.B. die nötige BIT-Übertragungsrate u.ä. dargelegt würden. Georg Weinkamm, Leitender Regierungsdirektor, stellte die Ausbausituation im Bereich Breitbandversorgung für Oberfranken vor.

Baurätin Isabell Strehle betonte aus Sicht der Städtebauförderung die Notwendigkeit integrierter Entwicklungskonzepte. Auch wenn AAL derzeit noch kein Fördertatbestand sei, könne es durch eine gute Argumentation der Notwendigkeit eines altengerechten Umbaus im gesamtgemeindlichen Kontext durchaus von Förderprogrammen aufgenommen werden. Von Vertretern einer Immobiliengesellschaft wurde eine alternative Finanzierungsmöglichkeit über ein Stiftungsmodell erläutert.

Anhand zweier konkreter Fallbeispiele u.a. aus Teuschnitz im Landkreis Kronach erläuterten Prof. Manfred Miosga und Dominik Bigge von der Universität Bayreuth, wie der Prozess einer demografiegerechten Gemeindeentwicklung unter Einbindung der Bevölkerung gestaltet werden kann.

Der Workshop in Bayreuth ist Teil einer Veranstaltungsserie im Rahmen des MORO-Projektes. Im nächsten Workshop am 14. Juni in Nürnberg wird es neben dem Besuch der SOPHITAL-Musterwohnung um technische Entwicklungen aus dem Medical Valley gehen, am 9. Juli in Altenstadt a.d. Waldnaab um die Einbindung und den Aufbau sozialer Netzwerke von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement.

Das Projekt wird von der Geschäftsstelle der Metropolregion Nürnberg geleitet und als Modellvorhaben der Bundesraumordnung (MORO) vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert.

 

Ansprechpartner
Europäische Metropolregion Nürnberg
Dr. Christa Standecker
Geschäftsführerin
Rathausplatz 2, 90403 Nürnberg
Tel. 0911 231-7971
geschaeftsstelle@metropolregion-nuernberg.de

 

Institut AGIRA e.V.
Martin Maier
Tel. 09632 840-810
maier@institut-agira.de


 
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