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08.11.2007

Ratssitzung am 08.11. in Kitzingen


Rat der EMN will ländliche Räume stärken

Die Mitglieder des Rates der EMN bekannten sich bei ihrer Sitzung in Kitzingen einstimmig zu den Inhalten der „Bad Windsheimer Erklärung“. In diesem Grundsatzpapier bekräftigten die 54 Oberbürgermeister, Landräte und Bürgermeister, dass sie in der Europäischen Metropolregion Nürnberg gemeinsam für das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse einstehen. So wurden in Kitzingen vor allem auch Projekte besprochen, die den ländlichen Räumen in der Metropolregion zu Gute kommen.

Dr. Günther Denzler, Landrat des Landkreises Bamberg und stellvertretender Ratsvorsitzender der EMN, betonte, dass es Aufgabe der Verantwortungsgemein­schaft Metropolregion sei, für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume Sorge zu tragen. Dazu gehöre der Ausbau ihrer Funktionen als Wohn- und Wirtschaftstandorte, als Erholungs- und Freizeiträume wie auch ihrer örtlichen Infrastrukturen. Diese Aussagen  unterstrich Nürnbergs Oberbürgermeister und Ratsvorsitzender der Metropolregion, Dr. Ulrich Maly: “ Städte und ländliche Räume sind in der Metropolregion ineinander verflochten. Nur gemeinsam werden wir in einem größer werdenden Europa Einfluß gewinnen und als Standort wettbewerbsfähig bleiben. Dabei werden wir natürlich besonders auch auf die Entwicklung ländlicher Räume zu achten haben.”

Dieses politische Grundsatzpapier schlägt sich in konkreten Projekten nieder, die bei den Stärken ländlicher Räume selbst ansetzen.

Ein gutes Beispiel ist die Vermarktung regionaler Lebensmittel und Dienstleistungen. Über 140 Regionaltheken in Supermärkten unter dem Label “Original Regional aus der Metropolregion” gibt es bereits. Diese sollen ausgeweitet werden und insbesondere auch die Vorteile von regionalen Handwerks- und Finanzdienstleistungen bekannt gemacht werden. “Notwendig ist eine Regionalkampagne, die Bewusstsein für die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe für die Lebensqualität, Wohlstand und Klimaschutz schafft”, so Landrat Herbert Eckstein, Landkreis Roth. 

Durch die Stärkung des Tourismus will die EMN Kaufkraft in der Region binden. Wichtiges Ziel ist dabei der Binnentourismus. Das wohl ambitionierteste  Projekt ist die Metropolcard, die den Bürgerinnen und Bürgern den vergünstigten Besuch von Attraktionen in der gesamten Region ermöglichen soll. Eine Koppelung dieses Angebotes mit dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg wird angestrebt.

Auch aus dem Marketing war eine spannendes Projekt zu vermelden: siebzig Zusatzschilder mit der Aufschrift “Metropolregion Nürnberg” ergänzen seit Anfang des Jahres die braunen Tourismusschilder auf den Autobahnen. “Eine echte Erfolgsgeschichte! Einheimische und Durchreisende staunen dadurch im wahrsten Sinne des Wortes über die Metropolregion”, so Dirk von Vopelius, fachlicher Sprecher des Forums Marketing.

Auf der Sitzung in Kitzingen wurde auch die neue Ausgabe des “dürer” präsentiert, der künftig noch enger mit den Akteuren der EMN zusammenarbeiten wird. “dürer” ist das einzige Magazin in der Region, das über Themen und Ereignissen aus der gesamten Metropolregion berichtet.

Landrätin Tamara Bischof freute sich als Gastgeberin der Ratssitzung: “Der Landkreis und die Stadt Kitzingen rücken heute in den Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Bei uns werden wichtige strategische Entscheidungen für die künftige Entwicklung im Miteinander von Stadt und Land gefällt.” In der Zusammenarbeit des Landkreises mit der Metropolregion Nürnberg erhoffe sie sich neue Möglichkeiten für die Entwicklung des Weinlandkreises Kitzingen, so die Landrätin.

Die Stärken und strukturellen Besonderheiten in ländlichen Räumen sollen auch bei der Clusterpolitik besondere Berücksichtigung finden. Besondere Kompetenzen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bieten die Landkreise und Städte der EMN, die zur Euregio Egrensis, dem grenzüberschreitenden Netzwerk von Gebietskörperschaften an der deutsch-tschechischen Grenze, gehören. Marktredwitz, die Landkreise Wunsiedel, Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth wollen dadurch die Gateway-Funktion der Metropolregion stärken.

Die Verbesserung der verkehrlichen Vernetzung und der Mobilität, im Schienenverkehr und auf Straßen, wird als Grundvoraussetzung für das Ausschöpfen vorhandener Potenziale in der Metropolregion gesehen.


 
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