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27.10.2009

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor – Neue Marktchancen durch Klimawandel und Rückbesinnung der Kunden


Rückblick zum 5. Puls Unternehmertag in der EMN

Nachhaltigkeit ist für Konzerne wie BMW oder Google, aber auch für Mittelständler wie die Neumarkter Lammsbräu längst keine lästige Pflicht mehr, sondern Überzeugung, Marktchance und Markenwert. Dies ist das Ergebnis des 5. Unternehmertags der Metropolregion Nürnberg, den das Schwaiger Marktforschungsinstitut Puls am 22. Oktober in Neumarkt durchgeführt hat.

Zur Einführung betonten Landrat Albert Löhner (Landkreis Neumarkt) und der berufsmäßige Stadtrat Dr. Roland Fleck (Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg und Geschäftsführer des Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“ der Europäischen Metropolregion Nürnberg) die Bedeutung nachhaltig wirtschaftender Unternehmen für die Region Neumarkt und die Metropolregion Nürnberg.

„Um Entwicklungen wie bei der Quelle zu vermeiden“, so Dr. Fleck, „brauchen wir einen Relaunch der sozialen Marktwirtschaft und die Abschaffung der Sklaverei durch Quartalsergebnisse“.

Da Nachhaltigkeit in der Bevölkerung beginnt, befragte Puls Marktforschung im September 2009 eintausend repräsentativ ausgewählte Personen in Deutschland zu diesem Thema. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie stellte Puls Geschäftsführer Konrad Weßner zur Einführung vor. Nachhaltigkeit ist demnach für Unternehmen und Kommunen schon deshalb Gebot der Stunde, weil es dabei nach Meinung von 97% der Deutschen um den Erhalt unseres Ökosystems und damit um unsere Lebensgrundlage geht. Bislang konnte sich allerdings noch keine Branche mit Nachhaltigkeitskompetenz profilieren, am ehesten noch Le-bensmittel und Energie, denen jeweils ca. 30% der Deutschen Nachhaltigkeit zu-sprechen. Die Automobilbranche und Banken sehen gerade jeweils 15% der Deutschen als nachhaltig an. „Obwohl bspw. Energieunternehmen oder die Automobilbranche viel in Richtung Nachhaltigkeit tun, wird dieses Thema zu wenig nach Außen kommuniziert“, so Konrad Weßner. Die logische Folge: Knapp 50% der Deutschen nehmen keine Automobilmarke als nachhaltig wahr. Im Gesamt-markt liegt VW mit 15% „Nachhaltigkeitswahrnehmung“ zwar vorne, in Relation zum Marktanteil allerdings belegt Toyota Platz eins bei diesem Zukunftsthema.

Eine Möglichkeit, Nachhaltigkeitskompetenz aufzubauen ist die Verfolgung und Kommunikation der „richtigen“ Unternehmensziele. Deshalb hat Puls im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstudie gefragt, welche Ziele Unternehmen verfolgen sollten. Das Votum der Deutschen dazu fällt eindeutig aus: Unternehmen sollten sich mit Zielen wie Gewinnmaximierung zurückhalten und stattdessen Themen wie Kundenzufriedenheit, Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland oder Schonung der Umwelt und der Rohstoffe als Ziele verfolgen. Puls Geschäftsführer Konrad Weßner: „Je aktiver Unternehmen Nachhaltigkeit als Ziel verfolgen, desto höher wird auch die Aufpreisbereitschaft für nachhaltige Produkte sein“.

In der anschließenden Talkrunde waren sich der BMW Manager Stefan Borbe und der Geschäftsführer des Elektromobilitätsanbieters Better Place, Rolf Schuhmann einig, dass Nachhaltigkeit nicht zu Lasten der Qualität und Lebensfreude gehen darf. Der Greenpeace Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck sieht die Automobil-branche dagegen erst auf dem ersten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: „Das Auto der Zukunft wird durch radikalen Leichtbau gekennzeichnet sein“, so Lohbeck. Turbolader dieser Entwicklung wird die Einführung von Elektrofahrzeugen sein. Diese wird nach den Worten von Better Place Manager Schuhmann schneller erfolgen als die Automobilbranche dies erwartet: Bereits im Jahr 2011 werden erste, von Better Place georderte Serienfahrzeuge in Israel und Dänemark vom Band rollen. Die Elektromobilität wird auch die Geschäftsmodelle des Automobilverkaufs verändern: „Anstelle des traditionellen Fahrzeugverkaufs geht es in Zukunft immer stärker um den Verkauf von Mobilität mit festen Monatsraten“, so Better Place Manager Schuhmann.

Viele weitere Erfolgsbeispiele nachhaltig ausgerichteter Unternehmensstrategien aus der Finanz- und Lebensmittelbranche führten deutlich vor Augen, dass Nachhaltigkeit keine Leerformel, sondern eine gewaltige Zukunftschance ist. Die Frage, wie Menschen mit der sich wandelnden Gesellschaft umgehen sollten, beantwortete abschließend der Benediktinermönch Pater Anselm Grün: „Das rechte Maß und eine gute Beziehung zu sich selbst finden sind wichtig für persönliche Zu-friedenheit“. Ebenfalls bedeutsam sind „Werte als Energiespender“, so der Benediktinermönch.


 
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