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14.10.2010

Kreative finden ihren Platz in der Metropolregion Nürnberg


Erstmalig veröffentlichen die Foren „Wirtschaft und Infrastruktur“ sowie „Kultur“ der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) einen Kultur- und Kreativwirt-schaftsbericht. Dieser stellt die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Krea-tivwirtschaft in der Europäischen Metropolregion Nürnberg dar. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein wesentlicher Teil des Kultursektors, sie ist dessen privatwirtschaftlicher Teil.

Mit dem Bericht erweitert die Europäische Metropolregion Nürnberg ihre strategische Ausrichtung „Heimat für Kreative“ um den Wirtschaftsbereich der Künstler, Kulturschaffenden sowie Kreativen. Ziel ist es, die Chancen für Wachstum und Beschäftigung von kultur- und kreativwirtschaftlichen Unternehmen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg nachhaltig zu stärken.

„Eines der wichtigsten Ziele des Berichtes ist es, auf Basis fundierter und belastbar valider Analysen die ökonomische Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg darzustellen. Dies manifestiert sich nicht nur beispielsweise an der E-Bass-Gitarre Paul McCartney‘s aus der EMN. Daneben wollen wir mit diesem Bericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft eine Aufbruchsstimmung in der Metropolregion Nürnberg erzeugen, so dass vorhandene Wachstumspotenziale im diesem Wirtschaftsbereich optimal genutzt werden. Aus diesem Grund haben wir erste Handlungsempfehlungen aufgenommen, an denen wir uns bei der gezielten Förderung der metropolregionalen Kultur- und Kreativwirtschaft orientieren wollen“, erläutert Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck in seiner Funktion als Geschäftsführer des EMN-Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“.

„Gerade die Metropolregion Nürnberg als polyzentrischer Organismus bezieht aus der kulturellen Vielfalt ein wesentliches Merkmal ihrer Identität. Die international wahrgenommenen Leuchttürme prägen ihr Profil ebenso wie die zahlreichen Einrichtungen und Aktivitäten, die zur Bedeutung und Attraktivität gleichermaßen beitragen. Ohne Kultur ist die Region nicht identifizierbar, ohne Blick auf öffentliches und privates kulturelles Handeln ist ihre Wirtschaftskraft nicht zu erfassen“, so Erlangens Kulturreferent Dr. Dieter Rossmeissl als Geschäftsführer des EMN-Forums „Kultur“.

„Die Metropolregion Nürnberg hat das Leitmotiv Heimat für Kreative. Mit dem Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht wird das kreative Umfeld unserer Metro-polregion auch für Außenstehende sichtbar. Dies ist insoweit wichtig, weil ein attraktives kreatives und kulturelles Angebot Einfluss auf die Arbeits- und Standortwahl sowohl hochqualifizierter Personengruppen als auch innovativer Unternehmen hat“, unterstreicht der Präsident der IHK für Mittelfranken, Dirk von Vopelius in seiner Funktion als fachlicher Sprecher des EMN-Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“ die Bedeutung des Berichts.

Der Beitrag wirtschaftliche Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion ist beachtlich. Mindestens 36 500 Erwerbstätige arbeiten in diesem Sektor. Die rund 7 750 kultur- und kreativwirtschaflichen Unternehmen haben einen Anteil von rund 5,7 Prozent an der Gesamtwirtschaft und erzielen dabei einen Umsatz von über 3 Milliarden Euro pro Jahr. Damit gehört die Kultur- und Kreativwirtschaft zu den dynamischen Wirtschaftsbereichen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Mit einer Wachstumsrate von rund 15 Prozent im Zeitraum 2003 bis 2007 übertraf die Kultur- und Kreativwirtschaft die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in der Europäischen Metropolregion Nürnberg deutlich.

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft bietet gerade unseren Kommunen eine großartige Chance sich als kreative Zentren in unserer Metropolregion zu positionieren. Das Potenzial ist jedenfalls enorm! Dieses Potenzial gilt es weiter für die wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen und auszubauen“, sagt Erlangens Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis als politischer Sprecher des EMN-Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“.

Der Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht zeigt, dass die Europäische Metropolregion Nürnberg bundesweit sichtbare Alleinstellungsmerkmale in einzelnen Teilmärkten vorzuweisen hat. So konnte die Metropolregion Nürnberg ihre Stellung mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Bamberg als wichtige Destination für den Kulturtourismus in den vergangenen Jahren weiter festigen. Im Umfeld kultureller´Großveranstaltungen wie den Richard-Wagner Festspielen in Bayreuth oder Rock im Park in Nürnberg sind zahlreiche weitere Theaterfestspiele, Festivals und freie Theater etabliert.

„Die Untersuchungen zeigen, dass die metropolregionale Kultur- und Kreativ-wirtschaft sehr kleinteilig ist. Daraus ergeben sich neben gewissen Nachteilen aber auch zahlreiche Vorteile wie z. B. schnelle Anpassung an neueste Trends, technologische Entwicklungen, Moden und Stilwechsel. Die Kultur- und Kreativ-wirtschaft ist Teil einer wissens- und contentorientierten Gesellschaft und über-nimmt eine Vorreiterrolle auf dem Weg in eine wissensbasierte Ökonomie in der Metropolregion Nürnberg. Sie erweist sich als wichtige Quelle für originäre Inno-vationsideen. Dies spiegelt sich auch in den überdurchschnittlichen Wachstums-raten in mehreren Teilbereichen der metropolregionale Kultur- und Kreativwirt-schaft wider“, betont Dr. Olaf Arndt, Marktfeldleiter für Strukturpolitik und Regionalentwicklung der Prognos AG.

„Die Designwirtschaft gilt als Wachstumstreiber an der Schnittstelle zu anderen Branchen. Die aktuellen Erhebungen weisen darauf hin, dass Design zur Leit-branche innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft avanciert ist“, sagt Dr. Silke Claus, Geschäftsführerin der bayern design GmbH.

Der erste Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht der Metropolregion Nürnberg be-ruht auf einer gemeinsamen Initiative der beiden EMN-Foren „Wirtschaft und Infrastruktur“ sowie „Kultur“. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die Prognos AG und die fachliche Begleitung durch Projektteams der beiden EMN-Foren „Wirtschaft und Infrastruktur“ sowie „Kultur“.

Der Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht kann auf den Websites der Europäischen Metropolregion Nürnberg www.em-n.eu und der Stadt Nürnberg www.wirtschaft.nuernberg.de unter der Rubrik Publikationen und Downloads kostenfrei heruntergeladen werden.

Den Bericht können Sie unter http://www.em-n.eu/index.php?id=188 herunterladen.

 

Kontakt
Geschäftsstelle des Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“
der Europäischen Metropolregion Nürnberg
Dr. Michaela Schuhmann
Theresienstr. 9
90403 Nürnberg

Telefon 0911 231 - 29 98
Telefax 0911 231 - 47 66
metropolregion.wirtschaft@stadt.nuernberg.de
www.wirtschaft.nuernberg.de


 
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