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07.07.2009

Europäische Metropolregion Nürnberg auf dem Weg zur familienfreundlichsten Wirtschaftsregion Deutschlands


Bundesfamilienministerium und Bertelsmann Stiftung unterstützen Pilotprojekt zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Nürnberg/Berlin/Gütersloh, 7. Juli 2009. Familienfreundlichkeit ist – gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – im Wettbewerb der Regionen ein wichtiger Standortfaktor. Im Rennen um die besten Köpfe hat diejenige Region die Nase vorn, die Fachkräften nicht nur attraktive Karrierechancen, sondern auch ein familienfreundliches Umfeld bieten kann. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bertelsmann Stiftung haben dazu im Rahmen ihres seit 2003 bestehenden Kooperationsprojekts „Balance von Familie und Arbeitswelt“ heute das Pilotprojekt: „Europäische Metropolregion Nürnberg - Auf dem Weg zur familienfreundlichsten Wirtschaftsregion“ gestartet.

„Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist heute ein Top-Thema – für Unternehmen wie für Regionen“, sagt der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Gerd Hoofe anlässlich des Projektstarts. „Die Zukunftschancen von Regionen hängen entscheidend davon ab, dass sie Familien attraktive Lebensbedingungen bieten. Zukunftsfähige Unternehmen brauchen qualifizierte Mütter und Väter mehr denn je – das Personal wird ein entscheidender Faktor sein, sobald die Krise überwunden ist und es wieder aufwärts geht. Nürnberg soll dabei Trendsetter für andere Regionen in Deutschland werden – Nachmachen ausdrücklich erwünscht“, so Hoofe.

„Wir haben uns für die Zusammenarbeit mit der Europäischen Metropolregion Nürnberg entschieden, weil sich hier schon seit Jahren viele Unternehmen und Experten für eine familienbewusste Personalpolitik engagieren und weil die Region über eine Struktur verfügt, die eine schnelle Konsensbildung und ein Votum zur „familienfreundlichen Wirtschaftsregion“ möglich macht“, sagt Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung. „Die neuen Programme der Bertelsmann Stiftung ergänzen die gute Arbeit von Kammern, Kommunen und Familienbündnissen bei der Initiative Familienbewusste Personalpolitik in der Metropolregion Nürnberg. Fortbildungsmaßnahmen für Unternehmen und das Wirtschaftsumfeld helfen mit konkreten Projekten vor Ort, Mitarbeiterbindung und -identifikation zu erhöhen und Familienfreundlichkeit erlebbar zu machen.“

„Nürnberg hat im Jahr 2000 mit der Gründung des bundesweit ersten „Bündnis für Familie“ schon einmal eine Vorreiterrolle auf dem Weg zu mehr Familienfreundlichkeit übernommen – inzwischen hat dieses deutschlandweit fast 600 Nachahmer gefunden“, so Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg und Vorsitzender des Rates der Europäischen Metropolregion Nürnberg. „In unserer Metropolregion beschäftigen sich mittlerweile 34 lokale Netzwerke für Familien in unterschiedlicher Intensität mit dem Themenfeld „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Der Standortfaktor Familienfreundlichkeit genießt in der Stadt und bei vielen Unternehmen und Entscheidungsträgern in der Region schon heute einen hohen Stellenwert.“

„Gerade in einer wirtschaftlichen Krise kommt es darauf an, qualifizierte Fachkräfte an das Unternehmen zu binden und als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben“, sagt Prof. Dieter Kempf, Vorsitzender des Vorstandes der DATEV eG und Mitglied der Vollversammlung der IHK Nürnberg für Mittelfranken als Schirmherr des Modellprojekts. „Dafür ist eine Unternehmenskultur mit guten Work-Life-Balance-Angeboten unerlässlich. Zusammen mit weiteren Unternehmen ist die DATEV schon seit 2004 in der Initiative Familienbewusste Personalpolitik aktiv; durch regen Erfahrungsaustausch werden die Best-Practice-Beispiele in die ganze Region hineingetragen.“

„Familienfreundlichkeit in Unternehmen ist nicht nur ein Beleg für soziale Kompetenz, vielmehr wurde in diversen Studien nachgewiesen, dass eine bewusst familienfreundliche Personalpolitik sich für die Arbeitgeber auch in barer Münze auszahlt“, erklärt Dr. Roland Fleck, Leiter des Forums „Wirtschaft und Infra-struktur“ der Europäischen Metropolregion Nürnberg. „Familienbewusste Unternehmen weisen eine um 17 Prozent höhere Mitarbeiterproduktivität auf, die sich u. a. auf höhere Motivation der Beschäftigten, geringere Fehlzeiten und eine höhere Bindung von Fachkräften zurückführen lässt. Damit gelingt es familienbewussten Unternehmen auch, ihre Kunden langfristiger an sich zu binden (12 Prozent). Dies ist das Ergebnis einer Studie des von der berufundfamilie GmbH gegründeten Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP) an der Universität Münster und der Steinbeis Hochschule Berlin. Angesichts der demografischen Entwicklung wird familienbewusste Personalpolitik immer mehr zum Wettbewerbsfaktor.“

Zahlen, Daten, Fakten zur Europäischen Metropolregion Nürnberg
Etwa 3,5 Millionen Menschen leben in der Metropolregion Nürnberg. Sie umfasst 21 Landkreise und 12 kreisfreie Städte und reicht von Ansbach über Bamberg bis Coburg. Schon heute gibt es eine Vielzahl von Initiativen, die Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Familienfreundlichkeit unterstützen. Bis Ende 2010 will die Region zusätzliche und flächendeckende Angebote zur Familienfreundlichkeit schaffen, um es den hier ansässigen 150.000 Unternehmen zu ermöglichen, vorhandene erfolgreiche Beispiele zur Familienfreundlichkeit selbst zu nutzen.

So arbeiten in der Initiative Familienbewusste Personalpolitik für die Metropolregion Nürnberg 150 Unternehmen mit rund 250 Institutionen, Kammern, Verbänden u. a. Akteuren zusammen. Im audit berufundfamilie wurden bisher 31 Unternehmen erfolgreich auditiert. 106 Untenehmen sind im Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie des Bundesfamilienministeriums vertreten. In 34 lokalen Bündnissen engagieren sich rund 500 Betriebe.

Das Pilotprojekt: „Europäische Metropolregion Nürnberg – Auf dem Weg zur familienfreundlichsten Wirtschaftsregion“ wird von der Agentur für Arbeit Nürnberg, dem Bündnis für Familie Nürnberg, der DATEV eG, dem Forum Wirtschaft und Infrastruktur der Europäischen Metropolregion Nürnberg, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der IHK Nürnberg für Mittelfranken, der Initiative Familienbewusste Personalpolitik in der Metropolregion Nürnberg, Stadt Coburg, Bündnis „Coburg – Die Familienstadt“ und „Susanne Bohn Leadership Competence“ unterstützt.

Weitere Informationen zum Modellprojekt finden Sie hier.

Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf finden Sie unter www.bmfsfj.de.

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