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22.10.2010

Erste "Endenergiebilanz" für die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) vorgestellt


„In der Metropolregion Nürnberg wird das Thema Klimaneutrale Technologien großgeschrieben“, erläutert Dr. Roland Fleck, berufsmäßiger Stadtrat und Wirt-schaftsreferent der Stadt Nürnberg, in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der ENERGIEregion Nürnberg e.V. anlässlich der Veröffentlichung der Studie. „Erstmalig in Deutschland wurden Klimaschutzdaten auf der Ebene einer gesam-ten Metropolregion untersucht und dargestellt“, erklärt Dr. Fleck. „Dieses Projekt zeigt, dass der Klimaschutz in Nordbayern einen hohen Stellenwert hat und unsere Bemühungen um Klimaneutralität Früchte tragen. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 liegt in der Metropolregion Nürnberg 20 Prozent unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.“

Mit der Studie verfügt die Metropolregion Nürnberg nun über eine einheitliche Datenbasis, um Klimaschutzbemühungen zukünftig stärker zu vernetzen und zu intensivieren. Die Untersuchung wurde von den Landkreisen Bamberg, Neumarkt i. d. Opf., Nürnberg, Fürth, Neustadt a. d. Waldnaab, Weißenburg-Gunzenhausen, Amberg-Sulzbach und Ansbach sowie den Städten Fürth, Erlangen und Nürnberg in Auftrag gegeben.

Die Bilanz bescheinigt der Metropolregion erste Erfolge im Klimaschutz und zeichnet für das Jahr 2020 einen Rückgang von Endenergieverbrauch und CO2-Emissionen vor.

Endenergieverbrauch

In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts stieg der Endenergieverbrauch kontinuierlich an. Die Zunahme betrugt von 1990 – 2000 16 % bei einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 45 % im gleichen Zeitraum. Ab dem neuen Jahrtausend konnte der Trend gebrochen werden. Bis 2007 kam es bei einem gleichzeitigen Wirtschaftswachstum von 18 % nur noch zu einem minimalen Zuwachs des gesamten Energieverbrauches im Gebiet der Metropolregion. Bis 2020 wird sogar erstmals mit einem leichten Rückgang des Verbrauches gerechnet (-1,4%).

Entwicklung der CO2-Emissionen

Die CO2-Emissionen stiegen analog zum Energieverbrauch von 1990 – 2000 stark an (+12,5%). Die Trendumkehr setzt beim CO2-Ausstoß aber bereits Mitte dieses Jahrzehnts ein und dauert bis 2020 an. Gründe dafür sind u.a. der Ersatz alter emissionsreicher Energieträger durch neue, saubere Energieträger, die Nutzung von hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung und der Ausbau regenerativer Energien sowie der Energieeffizienz.

Beim Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 kann die Metropolregion aktuell deutlich bessere Werte als der bundesdeutsche Durchschnitt aufweisen. Während in Gesamtdeutschland im Jahr 2007 bei einem BIP pro Einwohner von 29.518 € rund 7,5 Tonnen CO2 pro Bürger anfielen, waren es in der Metropolregion Nürnberg bei einem BIP pro Einwohner von 31.660 € nur 6,0 Tonnen pro Kopf, also rund 20 Prozent weniger. Bis zum Jahr 2020 sinkt der Pro-Kopf-Ausstoß voraussichtlich auf 5,4 Tonnen CO2 je Einwohner.

„Der zu erwartende leichte Rückgang der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 kann allerdings kein Grund sein, die Hände in den Schoß zu legen“, erklärt Peter H. Richter, Geschäftsführer der Netzwerkplattform ENERGIEregion Nürnberg e.V., die zusammen mit ihrer Projektgesellschaft ENERGIEregion GmbH die „Endenergiebilanzierung für die Metropolregion Nürnberg“ erarbeitet hat. Im Gegenteil sei Klimaschutz weiterhin auf der Tagesordnung. „Die Metropolregion Nürnberg könnte zu einem internationalen Vorreiter des Klimaschutzes werden.

Die Klimaschutzbemühungen einzelner Gebietskörperschaften tragen ja schon Früchte, sodass es bis zum Jahr 2020 zu einem Absinken von CO2-Emissionen und Energieverbrauch kommen wird“, so Peter H. Richter. „Es gibt allerdings auch einige Handlungsfelder mit Optimierungspotenzial“, so Erich Maurer von der ENERGIEregion GmbH. Gemeinsam könne hier noch viel mehr erreicht werden. Was zur Umsetzung weitreichender Klimaschutzziele in der Metropolregion Nürnberg notwendig wäre, ist in der Studie, die mit Fördermitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie aus dem „Bayerischen Programm für rationellere Energiegewinnung und  verwendung“ realisiert wurde, bereits festgehalten.

In der Studie wird ein ganzes Bündel von Maßnahmen dargestellt, von der Bür-gerenergieberatung und Steigerung der energetischen Sanierungsquote über den Ausbau von erneuerbaren Energieträgern und dem Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung bis hin zur umweltfreundlichen Gestaltung des Verkehrs.

Mitte September 2010 wurde ein „Lenkungskreis Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Metropolregion Nürnberg“ durch den Rat der Europäischen Metropolregion Nürnberg ins Leben gerufen. Der soll nun auf Basis der vorgelegten Daten eine abgestimmte Klimaschutzstrategie für die Metropolregion Nürnberg aufstellen. „Damit ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Exzellenz in Klimaschutzfragen gemacht“, so Peter H. Richter.

Dr. Roland Fleck, als Geschäftsführer des Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“ der Europäischen Metropolregion Nürnberg, sieht die Metropolregion Nürnberg auf dem besten Weg zum internationalen Vorreiter in Sachen Klimaschutz. „Klimaneutrale Technologien und Energie sind Zukunftsthemen. Die Metropolregion Nürnberg ist hier mit mehr als 2.000 Unternehmen und 70.000 Beschäftigten in der Energie und Umweltwirtschaft, mit neun Hochschulen und mehr als zehn Forschungseinrichtungen und einer bunten Netzwerklandschaft wirtschaftlich und wissenschaftlich hervorragend aufgestellt. Unser Ziel ist es, im globalen Wettbewerb in Sachen klimaneutraler Lösungen vorn dabei zu sein!“

Kontakt:
Geschäftsstelle des Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“
der Europäischen Metropolregion Nürnberg
Dr. Michaela Schuhmann
Theresienstr. 9
90403 Nürnberg

Telefon + 49 (0) 911 / 231 29 98
Telefax + 49 (0) 911 / 231 47 66
www.wirtschaft.nuernberg.de


 
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