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12.03.2015

Bayerisch-tschechische Landesausstellung 2016/17 kann breit in die Metropolregion Nürnberg ausstrahlen


Das Foto zeigt die Teilnehmer der Treffens vor der Pfarrkirche St. Marien in Sulzbach-Rosenberg, direkt unter der Statue Kaiser Karls IV.

Die Metropolregion Nürnberg ist Partner bei den Planungen zur Bayerisch-tschechischen Landesausstellung, die sich mit dem Leben und Wirken Kaiser Karls IV. (1316-1378) beschäftigen wird. Ziel ist ein attraktives Begleitprogramm zur Landesausstellung 2016/2017 in möglichst vielen Kommunen entlang der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag.

 Bei einem Informationstreffen in der ehemaligen Synagoge in Sulzbach-Rosenberg haben sich Landräte und Bürgermeister über den Stand der Planungen informiert und beraten, wie ein attraktives Begleitprogramm der Landesausstellung ausgestaltet sein könnte. So sollen Angebote für Bürger entwickelt werden, die sich dann per pedes, mit dem Rad oder mit dem VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) auf die Spuren von Karl IV. begeben können. Zwischen Prag, wo die Ausstellung am Kaisergeburtstag (14. Mai 2016) in der Wallenstein-Reitschule eröffnet wird und Nürnberg, wo sie am 20. Oktober im Germanischen Nationalmuseum fortgesetzt wird, gibt es Anknüpfungspunkte zu Hauf:

- Der Geschichtspark Bärnau-Tachov stellte schon einen leibhaftigen Handelszug auf die  Goldene Straße.

- In Neustadt a. d. Waldnaab wird ein Original Handschuh des Kaisers verwahrt, den er den Neustädtern als Faustpfand für die Schenkung eines Waldes überließ.

- Durch den Landkreis Amberg-Sulzbach führt der „verbotene Teil“ der Goldenen Straße.

- In Plech ist am Rande der Goldenen Straße eine Wasserstelle erhalten, wo Kaiser Karl IV. sein Pferd saufen ließ.

- In Lauf pflegte der Kaiser in der Residenzburg zu rasten, ehe er auf den Reichstag nach Nürnberg weiterritt. Der jüngst restaurierte Wappensaal zeugt von Karls Königtum im riesigen Neuböhmen.

- Sulzbach-Rosenberg verdankt Kaiser Karl IV. seine Bergwerksrechte.

- Viele weitere Kommunen verdanken Kaiser Karl IV. ihre Markt- bzw. Stadtrechte.

 

Armin Kroder, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg, zeigte sich begeistert und forderte dazu auf, weitere Möglichkeiten der Teilnahme zu identifizieren: „Nur wer mitmacht, hat am Ende etwas von der Landesausstellung. Jeder kann sich mit seinem Schatzkästlein einbringen!“

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle unterstrich: „Die bayerisch-tschechische Landesausstellung 2016/2017 ist ein starkes Symbol für die gewachsene Freundschaft zwischen Tschechien und Bayern. Das geplante Begleitprogramm rund um die Goldene Straße zwischen Nürnberg und Prag zeigt die enge Verbindung zwischen beiden Ländern sehr deutlich. Ich bin sicher, dass dadurch und durch die hochrangigen Exponate der Ausstellung neue Perspektiven auf die gemeinsame Geschichte von Bayern und Tschechien sichtbar werden.“

Auch die Ausstellungsmacher hoffen, dass ein lebendiges Rahmenprogramm ihre Schau begleitet. Dr. Wolfgang Jahn vom Haus der bayerischen Geschichte: „Wir möchten, dass die Ausstellung Strahlkraft in die Region entwickelt. Das Begleitprogramm ist dafür immens wichtig.“

Karl IV. war einer der ersten großen Europäer. Als einer der bedeutendsten Kaiser des Spätmittelalters steht er als Symbol für das heute wieder mögliche friedliche Zusammenleben in einem gemeinsamen Europa. Sein Reich umfasste u.a. das Gebiet der heutigen Metropolregion Nürnberg und reichte bis nach Prag. Für die Region bedeutend ist der von ihm angestoßene Ausbau der Handelswegenetze: Die Goldene Straße wurde eine der bedeutendsten Handelsstraßen und wichtige Ost-West-Achse im Straßennetz des Mittelalters. Als „A 6 des Mittelalters“ gab sie damals ähnliche Impulse für die Region wie die heutige Entwicklungsachse von Nürnberg nach Prag.

Die Metropolregion Nürnberg versteht sich als Stadt-Land-Partnerschaft. Es ist ein wichtiges Anliegen, die Angebote und Veranstaltungen auch in den ländlichen Räumen sichtbar zu machen. In einem gemeinsamen Memorandum haben sich Vertreter der Metropolregion Nürnberg, Westböhmens und der Euregio Egrensis 2014 in Hersbruck darauf verständigt, die großräumige grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu intensivieren. Die Landesausstellung bietet hierfür einen idealen Rahmen.

 

 

Ansprechpartner:

Europäische Metropolregion Nürnberg
Geschäftsstelle
Dr. Christa Standecker
Telefon 0911/231-105 10
geschaeftsstelle@metropolregion.nuernberg.de



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