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Feuchtwangener Kunstsommer 2016

30.07.2016

29.4.-14.8.2016

Alles fließt?!
LebenWasserMensch


Der Feuchtwanger Kunstsommer 2016 widmet sich vom 29.4. bis zum 14.8. im Fränkischen Museum dem wandelbarsten der Elemente, dem Wasser in einem Dialog zwischen klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst.

Panta rhei – alles ist im Fluss. Heraklit (535 – 475 v.Chr.) beschreibt in diesem Bild das Leben als einen Fluss, der sich in ständiger Bewegung befindet. Das sich fortbewegende Element ist das Wasser. Nicht nur in dieser Vorstellung vom Wandel als Grundkonstante menschlicher Existenz, steht das Wasser mit dem Leben in enger Verbindung. Zugleich ist es aber auch ein Element der Zerstörung und des Todes. In Hochwassern und Tsunamis haben in den letzten Jahren überall auf der Welt Menschen Heimat und Leben verloren. Der Umgang mit dem Wasser ist weltweit inzwischen ebenso Auslöser für Konflikte und Krisen geworden; Wasser ist damit auch ein Politikum.

Gerade weil das Wasser so elementar für das menschliche Leben ist, wurde es immer wieder auch Motiv und Gegenstand für die Bildende Kunst. Besonders in der Landschaftsmalerei erscheint das Wasser in seinen unterschiedlichen Formen. Dies liegt auch daran, dass kein anderes der vier Elemente in derart verschiedenen Erscheinungen und Zuständen auftreten kann. Und so finden sich auch in der Sammlung von Joseph Hierling, die einen Großteil der Ausstellung im Museum bildet, nicht wenige Werke mit einem Bezug zum Wasser. Die Bildmotive reichen dabei von idyllischen Flusslandschaften (Franz Gartz) und Seen (Julius Kühlewein, Käthe Loewenthal), mythologisch anmutenden Abbildungen von Badenden (Julius Hüther), über Hafenansichten (Rudolf Jacobi, Willy Menz, Adolf Büger), Strand- und Meeresbildern (Sepp Vees) bis hin zu Industrieanlagen am Wasser (Hans Altmeier) und Darstellungen der Zerstörungskraft des Wassers (Franz Frank, Joseph Mader). So unterschiedlich diese Werke auch sind, sie verbindet die Zugehörigkeit zum »Expressiven Realismus«.

Joseph Hierling hat seit Jahrzehnten eine hervorragende Sammlung zur Kunst des »Expressiven Realismus« zusammengetragen. Diese vom Expressionismus angeregten Künstler kamen als Jugendliche in die Hölle des Ersten Weltkrieges. Während der Diktatur des Nationalsozialismus wurden sie ins Abseits gedrängt und verfemt, manche emigrierten, viele erhielten in Deutschland Ausstellungsverbot.

Unter dem Titel »Alles fließt!?« werden diese Arbeiten mit einer Installation konfrontiert, die speziell für den Feuchtwanger Kunstsommer 2016 konzipiert worden ist: Mit dem Projekt »Eine Eimerkette« lädt die Münchner Künstlerin Juliette Israël alle Besucher des Feuchtwanger Kunstsommers ein, an der Gestaltung einer Installation im Museum mitzuwirken. Es handelt sich dabei um einen Tausch: Die Künstlerin hat eine Serie von 500 (10 Liter) Plastikeimern mit einem Siebdruck gestaltet und zu einer raumgreifenden Installation angeordnet. Jeder der Eimer ist nummeriert und signiert. Jeder Besucher / jede Besucherin kann seinen eigenen Putzeimer mit in die Ausstellung bringen und diesen gegen einen der bedruckten Eimer eintauschen. Dabei entscheidet er wie er in das Gesamtbild der Installation eingreift. Er hinterlässt Spuren, trägt zur Entwicklung des Bildes bei und geht mit einem Eimer der Künstlerin Juliette Israël nach Hause.

Begleitend zur Ausstellung präsentieren wir eine Fülle von Begleitveranstaltungen: Beispielsweise am 8. Juli 2016, um 23.30 Uhr eine Museumsnacht gestaltet vom Ensemble der Kreuzgangspiele sowie einen Landart-Workshop zum Thema Wasser mit der Kunsttherapeutin und Kreativpädagogin Hella Müller am 11. und am 13. Juni 2016, jeweils von 10 – 18 Uhr.


Informationen zur Ausstellung gibt es im Kulturbüro, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen, Tel.: 09852 904 44, kulturamt@feuchtwangen.de; oder im Fränkischen Museum, Museumsstraße 19, 91555 Feuchtwangen, Tel.: 09852 2575.


 
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