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Verleihung des Soroptimist-Kunstpreises der Metropolregion

19.10.2015

v.l.n.r.: Elisabeth Henninger-Ouhib (Bamberg), Dr. Ursula Hahn (Erlangen), Dr. Marina Schneinost (Bamberg), Elke Sommer (Forchheim-Kaiserpfalz), Aldona Roza Kut, Edith Viezens-Kleinert (dahinter), Jutta Knöchel (Nürnberg, Monika Bouhon (Nürnberg), Michelle Antonioli (Bamberg), Gabriele Ullmann verdeckt (Bamberg), Dr. Andrea Klein-dienst (Amberg), Elke Raschzok-Falk (Forchheim-Kaiserpfalz)

Der „Soroptimist International Kunstpreis der Europäischen Metropolregion Nürnberg“ wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Preisträgerin der mit 4.000 Euro dotierten Auszeichnung ist die Nürnberger Bildende Künstlerin Aldona Kut.

Die Preisverleihung fand am 15. Oktober im DB-Museum in Nürnberg statt. Sieben Künstlerinnen aus der Region waren nominiert. Jutta Knöchel, Vorsitzende des Kunstpreis-Gremiums der sieben Soroptimist International Deutschland (SID)-Clubs der Metropolregion Nürnberg begründete die Auswahl wie folgt:
„Für Aldona Kut entschied sich die Jury aus (Kunst-) Historikerinnen, weil die 39-Jährige mit ihrem vielfältigen Schaffen überzeugt. Die gebürtige Polin ist eine außergewöhnliche Frau, die ihr Leben der Vielfalt der Kunst verschrieben hat“.
Kut studierte in Krakau Modedesign, Malerei, Bildhauerei und Bühnenbild. In Nürnberg absolvierte sie 2008 ihren Master in Architektur. Seitdem ist Kut als freischaffende Künstlerin tätig und versucht durch ihre breite künstlerische Tätigkeit das Spartendenken aufzubrechen. In ihrem Atelier "auf AEG" entstehen Gemälde, Zeichnungen, meterlange Faltobjekte sowie phantasievolle Kostüme. Ihr Schwerpunkt verschob sich in den vergangenen Jahren von Design in Richtung Objekt, Performance und Installation.
Sieben SID-Clubs der Metropolregion Nürnberg haben sich zusammengetan, um mit diesem Preis für Bildende Künstlerinnen, die in der Metropolregion leben und/oder arbeiten, ein Zeichen zu setzen für den noch immer unterrepräsentierten weiblichen Anteil an der Kunst.
„Der Preis ist eine exzellente Idee. Prestigeträchtige und hochdotierte Kunst-Preise gehen noch immer überproportional an Männer. Auch bei den gezahlten Summen beispielsweise für öffentliche Aufträge erhalten Künstlerinnen im Schnitt 10 % weniger als ihre männlichen Kollegen“, unterstrich in diesem Sinne auch Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg.

Soroptimist, abgeleitet vom lateinischen „sorores optimae“, die besten Schwestern, ist mit rund 80.000 Mitgliedern in 130 Ländern die weltweit größte Serviceorganisation berufstätiger Frauen, die sich für die Aus- und Weiterbildung von Frauen, die Men-schenrechte, internationale Verständigung und Frieden, aber auch Freundschaft und gemeinschaftliches ehrenamtliches Engagement einsetzen.


 
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