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Märchen, Mythen, Sagen und Legenden

15.02.2016

Christiane Karg stellt neue KunstKlang-Saison 2016/2017 vor

c) Gisela Schenker

Seit Christiane Karg als künstlerische Leiterin die Reihe KunstKlang 2014 ins Leben gerufen hat, haben inzwischen sieben Konzerte mit großem Erfolg an vielen Orten in Feuchtwangen stattgefunden. Obwohl die aktuelle Spielzeit 2015 / 2016 noch in vollem Gange ist – ein Konzert am 26. Juni 2016 mit Christiane Karg und Sabine Meyer steht noch aus –, stehen die Konzerte für die darauf folgende Saison 2016 / 2017 schon fest.


Für das erste Konzert der neuen Saison am 6. August 2016, 21 Uhr im Museumsgarten des Fränkischen Museums hat der Vorverkauf bereits im Oktober 2015 begonnen. Dieses bildet den Auftakt und ist zugleich die erste Facette des thematischen Schwerpunkts, der sich durch alle vier Konzerte der Spielzeit 2016 / 2017 ziehen wird: KunstKlang entführt das Publikum in die Welt der Märchen, Legenden, Sagen und Mythen – wie immer in Musik und Wort. Das vollständige neue Programm sowie Karten für die weiteren Konzerte gibt es ab 15. Februar 2016.


„Nachtgedanken – Nymphenreigen“ lautet der Titel des ersten Konzerts, in welchem Clara Andrada de la Calle an der Flöte und Jens Wawrczeck mit Worten Märchenhaftes lebendig werden lassen: Die Nacht verzaubert so manchen Ort, wenn die Sterne funkeln und der Mond die Szenerie mit seinem bleichen Licht bescheint – dann kann man Elfen, Nymphen und Satyrn tanzen sehen, begleitet von der hellen Stimme einer Flöte. Im idyllischen Museumsgarten des Fränkischen Museums sind Stücke von Claude Debussy, Pierre Octave Ferroud, André Jolivet und Charles Koechlin für Solo-Flöte zu hören. Dazu rezitiert Jens Wawrczeck das romantische Kunstmärchen „Die Elfen“ von Ludwig Tieck, in dem ein junges Mädchen unvermittelt in die zauberhafte Welt von Elfen und Kobolden gerät – eine Begegnung, die nicht nur ihr eigenes Leben für immer verändert. Die Musik bildet dabei mehr als eine Begleitung; die Flöte kommentiert das Erzählte, setzt Akzente und leuchtet die Geschichte mit unzähligen Klangfarben aus. Die Elfen, Feen und Kobolde erhalten so eine zusätzliche Stimme.

Mit dem zweiten Konzert am Freitag, den 7. Oktober 2016, um 19 Uhr in der ländlich-romantischen Walkmühle widmen sich Christiane Karg, Mauro Peter (Tenor) und Helmut Deutsch (Klavier) den Volksliedern von Johannes Brahms. Die Komponisten der Romantik interessierten sich in besonderem Maße für das Volkslied, galt es Ihnen doch als ursprünglichste Stimme des Volkes, auch wenn neben tatsächlich mündlich überlieferten und gesammelten Texten auch literarische Texte von zeitgenössischen Autoren immer mehr in Volkslied-kompositionen Eingang fanden.


Auch für den Komponisten, Pianisten und Dirigenten Johannes Brahms (1833 – 1897) war das Volkslied eine schier unerschöpfliche Quelle. Dieses Interesse bildete eine Konstante seines gesamten Schaffens. Er hat sein Leben lang Volkslieder gesammelt, besonders intensiv in den Jahren zwischen 1854 und 1858. Zahlreiche Volksliedbearbeitungen sind in der Folge aus seiner Feder entstanden. Anlässlich der Veröffentlichung von 49 Deutschen Volksliedern im Jahr 1894 schrieb Johannes Brahms: „Ich zeige solche Gedichte und Melodien, die mir schön und gut erscheinen und seit längster Zeit lieb und wert sind.“ Der Liederabend wird ergänzt von ländlich-kulinarischen Besonderheiten der Walkmühle, die man in der längeren Pause kosten und genießen kann.


Das dritte Konzert findet – fast schon traditionell für KunstKlang – am 14. Februar 2017 statt. In den Regina Lichtspielen erzählt die Pianistin Ansi Verwey ab 20 Uhr musikalisch von der tragischen Beziehung zwischen Tristan und Isolde. Deren Liebesgeschichte ist von Beginn an zum Scheitern verurteilt: Das Paar ist ohne Frage füreinander bestimmt. Doch dann tritt Tristan nicht selbst als Bewerber um die Hand der schönen irischen Königstochter Isolde auf, sondern lediglich als Brautwerber für seinen Herrn und Onkel König Marke. Auf dem Schiff, das die zukünftige Braut zu Marke bringt, versucht Tristan zunächst, Isolde aus dem Weg zu gehen. Doch die Anziehung ist stärker als die Vernunft, und wenn dann noch ein Liebestrank seine Wirkung entfaltet, ist die Katastrophe nicht mehr abzuwenden: Tristan und Isolde gestehen sich gegenseitig ihre Liebe während das Schiff in Cornwall anlegt. Die Folgen sind heimliche Treffen der Liebenden, die Entdeckung durch den gehörnten Ehemann und zuletzt der Tod der Liebenden, der sie für immer vereint. Richard Wagner (1813 – 1893) hat diesen mittelalterlichen Stoff aus dem Sagenkreis um König Artus im 19. Jahrhundert für die Opernbühne verarbeitet. Ansi Verwey, die sich selbst als „Wagnersüchtige“ bezeichnet, führt am Klavier durch die Geschichte, spielt, kommentiert und gibt geistreiche, kurzweilige Einblicke in ihr Wagner-Verständnis.


Mit dem vierten Konzert der Saison 2016 / 2017 ist die Konzertreihe in einem der schönsten Konzerträume Feuchtwangens zu Gast: im über 1000 Jahre alten Kreuzgang. Am Ende der Festspielsaison kooperiert KunstKlang dafür mit den Kreuzgangspielen, Feuchtwangens traditionsreichem Freilichttheater. Christiane Karg erzählt gemeinsam mit dem Schauspieler Achim Conrad und begleitet von Gerold Huber am Klavier sowie einem Gesangsensemble und Schauspielern der Kreuzgangspiele den norwegischen Mythos von Peer Gynt in einer einzigartigen Variante mit dem Text von Henrik Ibsen und der Musik von Edvard Grieg. Der Träumer und Phantast Peer Gynt verfolgt das Ziel Reichtum anzusammeln und schließlich Kaiser der Welt zu werden. So begibt er sich auf eine Reise um die Welt und trifft bald auf die zynischen, amoralischen Trolle. Er kann sich deren Manipulation nicht entziehen und wird selbst immer skrupelloser und unmenschlicher. Seine Reise entpuppt sich schließlich als Suche nach dem Sinn der eigenen Existenz. Nur die aufrichtige Liebe Solveigs und Gedanken der Reue können Peer Gynt aus den Verstrickungen befreien und ihm Ruhe schenken.
Henrik Ibsen schrieb „Peer Gynt“ nach der Vorlage norwegischer Feenmärchen von Peter Christen Asbjørnsen, die zwischen 1845 und 1848 unter dem Titel Norske Huldre-Eventyr og Folkesagn erschienen waren. Edvard Grieg komponierte dazu eine Schauspielmusik, die inzwischen zu den populärsten der klassischen Musik gehört.


Karten und Informationen für alle KunstKlang-Konzerte gibt es im Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen, Telefon: 09852 904 44, E-Mail: kulturamt@feuchtwangen.de, auf der Internetseite www.kunstklang-feuchtwangen.de, auf www.reservix.de sowie auf der Facebook-Seite von KunstKlang.

 

Foto Christiane Karg © Gisela Schenker
Weitere Informationen und Pressefotos erhalten Sie bei
Dr. Maria Wüstenhagen
kulturamt@feuchtwangen.de
Telefon: 09852 904 160


 
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