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Zurück in die Zukunft

Platz für Denksportler – Für seine Promotion zog es Björn Eskofier ins kanadische Calgary. An eines der renommiertesten Forschungsinstitute für Biomechanik. Im Ausland zu studieren war immer sein großer Traum. Wegweisende Forschung betreibt er heute allerdings in seiner Heimat, im Medical Valley in der Metropolregion Nürnberg – aus mehreren guten Gründen.

Für Björn Eskofier, der 1980 im fränkischen Roßtal geboren wurde, war der Forscherdrang ein starker Antrieb während seines Studiums ins Ausland zu gehen. „An dem Tag, als ich meinen Professor nach einer Möglichkeit fragen wollte, kam er mir zuvor und bot mir an, meine Studienarbeit in Chicago zu schreiben.“ In der Folge konnte Eskofier zunächst in Chicago und später dann am Biomechanik-Institut der Universität Calgary sein privates Interesse für den Sport mit der Forschung an intelligenten Unterstützungssystemen im Sportbereich verbinden. Ein großer Traum – und eine große Chance als Wissenschaftler.

„Hier bieten sich für meine Forschung Möglichkeiten,
die weltweit einzigartig sind.“

Richtig glücklich geworden ist Eskofier während seiner Auslandsaufenthalte in den USA und Kanada allerdings nicht. Denn dort fühlte er sich nie wirklich angekommen. Die fränkische Ruppigkeit gebe ihm dagegen ein Gefühl von zu Hause, „denn da weiß ich, dass ich Menschen vor mir habe, die mir mit ihren echten Gefühlen begegnen.“

Medical Valley – ein Zuhause für internationale Spitzenforschung

Doch die oft zitierte, forsch-herzliche Mentalität der Franken war nicht der einzige Grund für Eskofiers Rückkehr. Auch beruflich wurde ihm das Heimkehren leicht gemacht: An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erhielt er durch adidas die Chance einer Stiftungsprofessur. „Hier bieten sich für meine Forschung Möglichkeiten, die weltweit einzigartig sind“, erklärt Eskofier. Denn quasi vor der Haustür sitzen bedeutende Partner aus Forschung und Industrie: beispielsweise das Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen und das Medical Valley mit seinen über 170 Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung.

  • Persönliches Gespräch im Hörsaal

    Im Interview erzählt Björn Eskofier, dass er von der Chance, in Erlangen seine Stiftungsprofessur anzutreten, begeistert war.

  • Vorbereitung im Labor

    Eskofiers Team bereitet die Bewegungsmessung vor.

  • Visionäre Forschung

    „Als wir die ersten Wearables entwickelt haben, konnte noch niemand etwas mit dem Begriff anfangen“, erzählt Eskofier.

  • Erkenntnisse für die Gesundheit

    Eskofiers Forschung schafft eine Schnittmenge zwischen Sport- und Medizintechnik.

  • Von Calgary ins Medical Valley

    „In der Metropolregion Nürnberg bieten sich für meine Forschung einzigartige Möglichkeiten“, sagt Eskofier.

  • Metropolregion Nürnberg als Sehnsuchtsort

    „An anderen Orten habe ich mich nie wirklich zu Hause gefühlt“, sagt Eskofier über seine Auslandsaufenthalte.

  • Platz für Denksportler

    Die Metropolregion Nürnberg bietet Björn Eskofier alle Chancen, sich auf seine visionäre Forschung zu konzentrieren.

Ein zentrales Forschungsgebiet Eskofiers sind sogenannte Wearables – Computersysteme, die zur Datensammlung und -analyse am Körper des Benutzers getragen werden. „Die ersten Wearables haben wir schon 2006 entwickelt, als diese Geräte der breiten Öffentlichkeit noch nicht bekannt waren. Aber Forschung ist eben dafür da, in die Zukunft zu schauen“, sagt der 36-jährige.

Ein weiteres Forschungsprojekt Eskofiers ist das Messen des Gesamtkörperwassers mit tragbaren Sensoren. Eskofier schätzt, dass solche Geräte in acht bis zehn Jahren verfügbar sein könnten. Sowohl Sportler als auch ältere Menschen könnten so ihren Flüssigkeitshaushalt überwachen. „Da zeigt sich die Schnittstelle zwischen Sport- und Medizintechnik.“

Wissenschaft im Dienste des Menschen


Diese zwei Bereiche waren schon immer große Interessensgebiete im Leben des Wissenschaftlers. Aus diesem Grund engagiert er sich auch im Rahmen eines großen Leuchtturm-Projekts der FAU für Parkinson-Patienten. Konkret geht es dabei um das kontinuierliche Überwachen chronischer Bewegungserkrankungen. Das soll dazu beitragen, dass Parkinson-Patienten nicht so oft zum Arzt müssen und an Lebensqualität gewinnen.

Prof. Björn Eskofier

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